Druckschrift 
Buch der Lieder
Entstehung
Seite
174
Einzelbild herunterladen
 

14 5 k L

Schatten dröhn, die nie verbleichen,Und Gedanken, die nicht weichen,-Von geheimer Macht umrauscht,

Bist du nimmer unbelauscht,-Bist wie leichentuchumhängt,

Wie von Wolken eingezwängt,-Sollst jetzt leben immerfortHier in diesem Zauberwort.

Siehst mich zwar nicht sichtbarlich,Dennoch fühlt dein Auge michAls ein Ding, das unsichtbarNah dir ist, und nahe war,-Und wenns dir dann heimlich graust,Und du hastig rückwärts schaust,Siehst du staunend, daß ich nurBin ein Schatten deiner Spur,Und verschweigen muß dein MundJene Macht, die dir ward kund.

Und ein Zaubersang und SpruchHat dein Haupt getauft mit Fluch,-Und ein Lufigeist voller ListLegt dir Schlingen, wo du bist,-In dem Wind Horst du ein Wort,Das dir scheucht die Freude fort,-

174