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Buch der Lieder
Entstehung
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Da sah ich Sie! mit heimlich süßem StaunenErblickt ich da die schwebende Gestalt,

Die selgen Augen und die sanften BraunenEs zog mich fort mit seltsamer Gewalt.

Und über Markt und Straßen gings, und weiterBis an ein Gäßchen, schmal und traulich klein -Da dreht sich um die Holde, lächelt heiter,Und schlüpft ins Haus - ich eilte hinterdrein.

Die Muhme nur war schlecht, und ihrem GeizeOpferte sie des Mädchens Blüten hin,-Willig ergab das Kind mir seine Reize,

Jedoch, bei Gott! es dacht nicht an Gewinn.

Bei Gott! auf andre Weiber noch, als Musen,Versteh ich mich, mich täuscht kein glatt Gesicht,So, weiß ich, klopft kein einstudierter Busen,Und solche Blicke hat die Lüge nicht.

Und sie war schön! Schöner ist nicht gewesenDie Göttin, als sie stieg aus Wellenschaum.Vielleicht war sie das wunderschöne Wesen,Das ich geahnt im frühen Knabcntraum!

Ich Hab es nicht erkannt! Es war umnachtetMein Sinn und fremder Zauber mich umwand.

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