8.
Ich kam von meiner Herrin Haus,
Und wandelt in Wahnsinn und Mitternachtsgraus.Und wie ich am Kirchhof Vorübergehn will,Da winken die Gräber ernst und still.
Da winkts von des Spielmanns Leichenstein,Das war der flimmernde Mondesschein.
Da lispelts: „Lieb Bruder, ich komme gleich!"Da steigts aus dem Grabe nebelbleich.
Der Spielmann wars, der entstiegen jetzt,Und hoch aus den Leichenstein sich setzt.
Und die Saiten der Zither greift er schnell,Und singt dabei recht hohl und grell:
„Ei! kennt ihr noch das alte Lied,
Das einst so wild die Brust durchglüht,Ihr Saiten, dumpf und trübe?
Die Engel, die nennen es Himmelsfreud,Die Teufel, die nennen es Höllenleid,Die Menschen, die nennen es — Liebe!"
Kaum tönte des letzten Wortes Schall,
Da taten sich auf die Gräber all,-Viel Luftgestalten dringen hervor,
Umschweben den Spielmann und schrillen im Chor:
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