Druckschrift 
Buch der Lieder
Entstehung
Seite
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Die Braut, sie blickt so hochbeglückt,Der Bräutgam ihre Hände drückt.

Der Bräutgam füllt den Becher seinUnd trinkt daraus, und reicht gar feinDer Braut ihn hin,- sie lächelt Dank,O weh! mein rotes Blut sie trank.

Die Braut ein hübsches Apflein nahm,Und reicht es hin dem Bräutigam.

Der nahm sein Messer, schnitt hinein,O weh! Das war das Herze mein.

Sie äugeln süß, sie äugeln lang,Der Bräutgam kühn die Braut umschlang,Und küßt sie auf die Wangen rot,

O weh! mich küßt der kalte Tod.

Wie Blei lag meine Zung im Mund,Daß ich kein Wortlein sprechen kunnt.Da rauscht es auf, der Tanz begann,-Das schmucke Brautpaar tanzt voran.

Und wie ich stand so leichenstumm,Die Tänzer schweben flink herum,-Ein leises Wort der Bräutgam spricht,Die Braut wird rot, doch zürnt sie nicht.

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