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3 (1836) Physische Astronomie oder Gesetze der himmlischen Bewegungen : Beschreibung und Lehre vom Gebrauch der astronomischen Instrumente. Mit einem erklärenden Verzeichniss der vorzüglichsten astronomischen Kunstwörter
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422 23cfcbreibung 11116 ©ebratich Cer aßronom. 3n(lrumente.

SuFunft gebietet 11118 bie Vernunft fotvobl, al8 auc^> jene £Recf>*111mg, vor allem Vorficf)t 1111b Vermeibung aller be ftigen 2len»berung, bei melier, tvie bei einem geroaltfamen Stoße in ber ma>terieüen 3Be!t, immer febr viel ran bem verloren gebt, it>a8 man in beräßechanif bie lebenbige äfraft be8 SpßemS ju nennen pflegt.

§. 70. (V?abrfchcinlid;Fcit3rcd)ming bei 3cugcnau8fagen.) SieSBabrfcbeinlichfeit ber 3eugenaii8fagen bei linferen ©eridßen311 Fennen, muß für ben Siebter foroobl, al8 and) für ben@erid)teten von ber grüßten SöicbtigFeit fepn. £5ft jivar roirbe8 feßr fdnver unb oft fogar unmöglich fepn, auf biefem 3Begebie gefud)te SBabrbcit ju erhalten, ba bie meißenS unbefaniite SBabr»beit8liebe be8 Vlenfchen unb ber ®rab feiner Gfinftcht be8 ®egenßan»be8 bie Sache fetbfl mannigfaltig veränbern Faun. 9Benn aber biefebeiben Umßänbe einigermaßen bcFannt ftnb, fo läßt fid> unfereneue Sledjiumg in ber 3tt)at baratif amvenben.

©in 3e u 3 e fagt vor ©ericht au8, baß unter mehreren gablen, von benen man nur n al8 möglid) erfennt, ein bejlimmterbiefer n gatte in ber $bat flatt gehabt habe. bann vr bieSBabrbaftigFeit be8 Beugen, ba8 heißt ber ®rab ber Verläßlich»Feit, baß er bie von ihm al8 ttßahrbeit erFannte Sad)e auch inber Shat auSfagen lviU unb ifl s bie Sicherheit beffelben, b. h.ber ®rab ber Verläßlichfeit, baß er ftd) in feiner eigenen 2lnßd)tnid)t felbfl geirrt habe, fo ifl, roie unfere Slnnlpfe jeigt, bieSBahr»fheinlichfeit, baß jener beflimmte gatt in ber Shat flatt gehabthat, gleich bem ^rcbucte von w in s, mehr bem ^robucte von1 \r in 1 - s burch n 1 bivibirt.

2lu8 biefer attgemeinen gormel laffen ftch eine Vleiigebefonberer gätte ableiten. inan 3. 35. von ber SBahrhaf»tigfeit ober 9leblid)Feit be8 3 ei, 9 {n vottfommen iiberjeugt,fo ifl bie 2Bahrfcheinlid)Feit feiner $lu?fage gleich bemPro*bucte von w in s. ®anj baßelbe hat auch flatt, wenn manvon feiner Sid)erbeit, b. h. von ber SßicbtigFeit feiner ©in»fid)t vottfommen überzeugt. Viitß man aber vorauSfehen, baßer eben fo leicht reblid) al8 unreblid) feyn, unb baß er eben foleid)t bie ivabre al8 and) eine falfdie 3lnftd>t von ber Snd)e habenFaun, rceld)e Vorauäfehung meißenS ßatt haben noirb, fo bieSBahrfdieinlichFeit feiner 2lu8fage gleich '/», alfo etivaS Fleineral8 */*