Druckschrift 
3 (1836) Physische Astronomie oder Gesetze der himmlischen Bewegungen : Beschreibung und Lehre vom Gebrauch der astronomischen Instrumente. Mit einem erklärenden Verzeichniss der vorzüglichsten astronomischen Kunstwörter
Entstehung
Seite
392
Einzelbild herunterladen
 

392 Betreibung unb ©ebramt ber agronom. 3>'ftrumente.

Befanntftaft be8 Beobatter$ mit feinem Sortimente. Senn biemeigen berjenigen Beobnttungflfebler, bie bieg ron einer Uim'llfonumenbeit in bem 9?au ober in ber Slufgellung ber 3nfl:riitnenteentfpringen, haben ebenfalls bie ©igenfdraft, bag fie nat gereif:feil ©efegen fortgeben unb in befiimmten gerieben eingefdgoffenfinb, nad) welchen fie in ber friibereu Crbnung mieberfebren. T)iegreirb j. 18. ber gafl feytt bei einer ©jrcentricität be8 Greife?, beieiner Berbicgung feiner ©bene, bei einer unrid)tigen ©intbeilungbeffelben, bie gewöhnlich pon einer falfdben ©teUung be8 .greifenjur Tbeilmafchine fornrnt u. f. re. ©o lange baber ba§ SOrmment mit allen feinen ©igentbümlichfeiten nicht poflfommen be=fannt unb fein ©ebraut PÖÜig gefiebert ig, reirb man nie ent*fiteiben fönnen, ob biefe periobifhen, nad) einem gereigen, wenngleid) not Piegcid)t unbeFannten ©efege, fortgebenben gebier ber^Beobachtungen g( r g j, on ^ugrumente Fommen, ober üb ge inber 9fatur ber ©rfd)einungen felbfl gegrimbet finb, unb fo langeman biefe beiben gebier nidit unterfdjeiben unb t'on cinanbertrennen Fann, ift ein rcabreä gortfd)reiten nuferer Äenntnig berBatttr unmöglich.

§. 57. (Beobacbtuiignfeblcr ber Jwcitcn Slrt.) Slffein eS gibtnoch eine ganj anbere ©attung pon geblern, bie mau bei allennuferen ^Beobachtungen antrifft, unb bie fid) pon ben bisher be>trotteten roefentlit unterfd)eiben, inbem fie feine gleriobe beobat:ten unb nat feinem begimmten ©efege fortgeben, fonbern viel*mebr gan$ bem gufalle iiberlaffen ju feyn fteinen. Sie gebier,mit weitem unfer Singe ben Sltigenbücf auffagr, reo ber ©terneben burt ben gaben gebt, ober bie, mit reeld)em unfer Cbr biefPenbelfcbläge ber Uhr pernimmt, nad) reelten reit bie 3eir berBeobachtung begimmen, felbg ber UBecbfel ber Filterung, berin ber SRefractiou, unb ber 2ßed;fel ber Temperatur, ber in bem3ngrumente augenblicflid)e Berctnberungen beroorbringt; fernerberMangel ober auch eben fomobl bie ju groge ©elpanntbeit nuferer Stuf:merffamfeit im Slugeublicfe ber 'Beobachtung, unb unjäblige ambere übnlite Urfadjen reerben bie Diefultate biefer Beobachtungenhalb etwas gröger, halb roieber etroaä fleiner geben, aI8 fie berHßabrbeit gemcig feyn fotten. 2ßenn man j. B. bie Bolbölie einer©tagt au8 mehreren auf einanber folgenben Beobachtungen nad)