Druckschrift 
3 (1836) Physische Astronomie oder Gesetze der himmlischen Bewegungen : Beschreibung und Lehre vom Gebrauch der astronomischen Instrumente. Mit einem erklärenden Verzeichniss der vorzüglichsten astronomischen Kunstwörter
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

16

Grigenfchaften ber Äörper.

IDlonb unb bie Planeten abgerunbet, wenn biefelbcn anberü, mietS fef>r maßrfcheinlid) ift, jur 3t ihrer Gmtflehung fid) in einemfliifflgen 3u|lanbe befunben haben.

©iefelbe Slnjiehuitg, roeld;e mir jmifd)en ben einzelnen Grle=menten ber feilen ober aud) ber flüfflgen Äörper unter fid)hemerfen, geigt fid) jmifchen ben Sltomen ber fejlen unb flüf=ftgen Äorper felbfi. @o fällt ein SBaffertropfen von ber untern©eite einer horijontalen ©laStafel nicht herab, meil er ron berSafel angejogen mirb. SBenn bie ©piße einer Scabel in einegliiffigfeit getaucht unb mieber au$ ihr berauSgejogen mirb, bleibtein Stopfen berfelben an ihr hängen, unb alle fefte, in gliiffig«feiten eingefauchte Körper, merben najj, menn anberg biefebeiben Äßrper fid) gegenfeitig anjießen. SBenn eine ©lagrobrein Quecffilber getaud)t mirb, fo bleibt fie troffen, aug berfelbenUrfache, aug roeldjer auch unfere Äleiber troefen bleiben mürben,menn eg nicht SBaffer, fonbern Quecffilber regnete.

§. 12. ((Japillarfraft unb Slfftnitiit ber Abrpcr.) Qiefelbe

SDiolecular=2lttraction geigt fid) auch bei bem Slufjleigen ber gtiifsfigfeiteu in ben ^oren unb 3roifd>enräumen ber feflen Körper,mo fie bann ßapillar«2lttraction genannt mirb. ©o fiehtman SBaffer ober Qel in ben @d)mamm unb 3ttcfer bringen oberin bem Sodffe unferer Sampen aufjleigen; fo fann man mit be>neßten ©eilen fehr große Saften heben unb burd) biefelbe Äraftffeigt aud) ber größte Sheil ber ©äfte in ben Äßrpern bertpflanjenunb Shtere in bie Jpöhe.

9?od) auffatlenber erfd>eint biefe IKpIecularFraft in unferen<hemifd)en ^rojeffen, mo fie ben Sfamen ber Slffinität (S3er*manbtfchaft) erhält. SBenn jmei gliiffgfeiten unter einanbergemengt merben, fo fieht man häufig eine britte entließen, beren(Sigenfdjaften von jenen ber beiben erflen rollig terfchieben finb.Dft i(l ba« 33olum ber S0lifd)ung, oft ifl auch bie Semperatur,bie garbe, felbff ber 3u(lanb ber glüffigfeit ganj anberg, als erbei ben einzelnen Körpern ror ihrer ©ertnifeßung geroefen iff.@in Quart SBaffer mit eben fo riel ©chmefelfäure gemifeßt, nimmteinen bebeutenb geringeren Dlamn ein, alg jmei Quart betragen,meil fid) bie (Elemente biefer beiben gliiffigFeiten inniger anffeben,alg bie einer jeben berfelben. Sind) ifl biefe SKifchimg non einer