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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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448
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Kräften darauf legen sollen, die wahre und reine Weisheit zuerwerben, von welcher St. Jacobus in seinem Briefe Kap. 3 .Vers 13—18 spricht:

„Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mitseinem guten Wandel seine Werke in der Sanftmuth undWeisheit."

„Habt ihr aber bittern Neid und Zank in eurem Herzen,so rühmet euch nicht und lüget nicht wider die Wahrheit."

„Denn das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch."

„Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitelböses Ding."

„Die Weisheit aber von oben her ist auf's erste keusch,darnach fricdsam, gelinde, lasset ihr sagen, voll Barmherzigkeitund guter Früchte, unparteiisch, ohne Heuchelei."

„Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesäet in Friedendenen, die Frieden halten."

Diese Unsere Briefe sollen, welchen Vorwandes und welchesVergebens man auch in Form oder Recht sich bedienen möchte,weder untersucht und angefochten, weder in ihrer Kraft geschwächt,noch zurückgenommen, weder in Widerspruch gezogen, noch nachdem gewöhnlichen RechtSbuchstabcn gewendet werden; ihnen ent-gegen soll nie eine Restitution in den vorigen Stand, die Fähig-keit, zu sprechen, die Betretung der Rechtsformeln in irgendeinerBeziehung gültig sein, sondern die gegenwärtige Verordnungsoll von nun an immer in Kraft und beständiger Wirksamkeitbleiben und unverletzlich von Allen beobachtet und gehalten wer-den, welche darin auf irgend eine Weise berührt sein mögen.

So und nicht anders geben Wir allen ordentlichen und de-legirten Richtern, den Rechtsauditoren des apostolischen Palastes,den Kardinälen der heiligen römischen Kirche, selbst den Legatens latere, den Nuncien des apostolischen Stuhles, und andern,welches Amtes und welcher Gewalt sie in irgend Recht und In-stanz seien, auf's nachdrücklichste auf, zu richten und zu urthei-lcn, gemäß gegenwärtiger Verordnung. Wir erklären als nullund nichtig, was hiergegen wissentlich und unwissentlich vonirgend einer Gewalt und Macht geschehen möge.