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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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lösend, ja zerschneidend, die höchste Gefahr drohten und unter denGläubigen den Geist der Partcisucht, des Hasses, der Feindschaftauf's heftigste anfachten. Die Gefahr stieg auf einen so hohenGrad, daß selbst diejenigen, deren altherkömmliche Ergebenheitfür die Gesellschaft überall, gleich einem ererbten Rechte, aner-kannt war, unsere sehr geliebten Söhne in Jesus Christus, dieKönige von Frankreich, von Spanien, von Portugal, von Sici-lien sich gcnöthigt sahen, die Mitglieder der Gesellschaft aus ih-ren Reichen, Staaten und Provinzen zurückzuschicken und aus-zutreiben, glaubend, daß dieses äußerste Mittel nicht zu umgehensei, so unter den christlichen Völkern nicht dem Krieg und un-seligen Angriff und der gegenseitigen Zerfleischung im Schooßeder Kirche, unserer heiligen Mutter, Thür und Angel geöffnetsein solle. Diese unsere in Jesus Christus innig geliebten Söhnewaren aber der Ueberzeugung, daß auch dieses Mittel nicht vonDauer und geeignet sein könne, die Christenheit in ihrer Ge-sammthcit zu einigen, wenn nicht die Gesellschaft ganz und völ-lig aufgehoben und erloschen sei, und trugen daher dem ermel-deten Papst Clemens XIII., Unserm Vorgänger, ihren Wunschund ihr Begehren vor; und ihr Ansehen, ihre Bitten, ihre Wün-sche vereinigend, baten sie ihn, dieses einzig wirksame Mittel inAnwendung zu setzen, um ihren Unterthanen fortdauernde Sicher-heit, um der allgemeinen Kirche Jesu Christi ihren Fortbestandfestzustellen und zu gewähren.

Der — der ganzen Welt so unerwartete Tod dieses Pap-stes aber verhinderte den Fortgang dieser Sache. Als Wir durchdie göttliche Gnade den Stuhl Petri erhielten, so wurden anUns auch dieselben Wünsche, Begehren und Bitten gerichteter;auch mehrere Bischöfe und andere durch ihre Würden, ihre Ge-lehrsamkeit und ihren Orden ausgezeichnete Personen haben Unsmit ihren Wünschen und Ansichten bekannt gemacht.

Um jedoch in einer so hochwichtigen Sache möglichst sicherzu gehen, glaubten Wir einer langen Zeitftist zu bedürfen, nichtallein, um sorgfältige Nachforschungen anzustellen, um mit mehrReife zu erwägen, und mit der größten Klugheit zu überlegen,sondern auch, um den Vater des Lichts mit fortgesetztem Seuf-zen und Bitten um seine Hülfe und besonderen Beistand anzu-flchcn, wozu sich noch das Gebet und die frommen Werke der