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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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von Gesinnungen, welche der apostolische Stuhl aus Gründenals schändlich und als der bessern Ordnung der Sitten offen-kundig schadend, erklärt hatte. Endlich haben sie in noch andernGegenständen von nicht minderem Gewicht und solchen, die vor-zugsweise für Erhaltung der Reinheit der christliche Lehren be-stimmt waren, sich verfehlt, wovon Allem in der jetzigen Zeit so-wohl, als in der vor uns gewesenen, eine Menge Nachtheile undSchwierigkeiten sich erhoben, wie denn auch von solchen alleindie Unruhen und Tumulte in den katholischen Ländern, und dieVerfolgungen der Kirche in mehreren Provinzen Asiens und Eu-ropas entsprangen. Endlich wurden unsere Vorfahren von die-ser Gesellschaft in tiefe Betrübniß gestürzt, besonders der PapstJnnocenz Xl., frommen Andenkens, der, von der Nothwendig-keit gedrängt, sogar der Gesellschaft untersagen mußte, Novizenanzunehmen; so auch der Papst Jnnocenz XlH., welcher sich ge-nöthigt sah, sie mit derselben Strafe zu bedrohen, und endlichder Papst Benedikt XI V., dessen Andenken noch nicht verschwun-den ist, der die Anordnung einer Untersuchung der in den Staa-ten Unseres in Jesu Christo sehr geliebten Sohnes, des sehr ge-treuen Königs von Portugal und Algarhien, gelegenen Häuserund Collegien für unverschiebbar ansah.

Der apostolische Stuhl hat so wenig Trost gefunden, alsdie Gesellschaft eine Hülfe, und die Christenheit einen Vortheildurch die letzten apostolischen Briefe, worin der Gesellschaft Jesumancherlei Lobeserhebung und Bestätigung geworden ist, die sieauch, um mich eines Ausdruckes Unseres Vorgängers Gregor X.in dem allgemeinen Concilium von Lyon zu bedienen, von un-serem unmittelbaren Vorgänger, dem Papste Clemens XIH-,glückseligen Andenkens, mehr erpreßt, als erhalten hatte.

Nach so vielen und so heftigen Stürmen hofften alle recht-schaffene Menschen, den heiß ersehnten Tag bald anbrechcn zusehen, welcher volle Ruhe und Frieden bringen sollte; allein,während Unser Vorgänger Clemens XI. auf dem Stuhle desheiligen Petrus saß, brach eine noch heftiger bewegte und schwie-rige Zeit ein, denn das Geschrei und die Klagen gegen die Ge-sellschaft steigerten sich von Tag zu Tag immer höher. An meh-reren Orten erhoben sich Aufstand, Tumult, Zwiespalt undschändliche Auftritte, welche, das Band der christlichen Liebe auf-