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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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Und diese grauliche Lehre des Jesuiten gegen ketzerische Kö-nige, gegen welchen war sie hauptsächlich gerichtet? Gegen denbesten und größten französischen König, Heinrich IV., gegendiesen Erretter und Wohlthäter einer Nation, die seit 3V Jahrenunter der Geißel eines furchtbaren, blutigen Ncligions- und Bür-gerkrieges geseufzt hatte. Die fanatische Wuth der katholischenPartei und der Jesuiten haßte und verfolgte tödtlich den Mann,der stets so edel und groß gehandelt hatte; und die Jesuitenfuhren fort, ihn auch dann noch zu verlästern, als einen Tyrannenzu schildern, als er zur katholischen Religion übergetretcn warund sich der Kirche längst unterworfen hatte, als die Masse derNation, müde des entsetzlichen Krieges, ihn mit Entzücken alsKönig begrüßte. Man lese Rainold vom siebenten Kapitel an,man lese Lhuanus, Anquatil, Dumont, Pasquier, Cajet undandere gleichzeitige Schriftsteller, um sich einen Begriff zu ma-chen von der fanatischen Wuth und den Verbrechen der Jesuiten.Dann wird man erst recht kennen lernen den furchtharen Egois-mus der Jesuiten, die nicht aus Liebe zum Glauben und zurReligion, nicht aus Liebe zu Gott und den Menschen handelten,sondern lediglich aus dem Zwecke, einen König zu stürzen, vondessen Kraft und Weisheit sie fürchteten, er werde, wie es inDeutschland geschehen war, durch Duldung der Hugenotten demtodcsmüdcn Reiche den Frieden wiedergeben und ihrem Fana-tismus den Zügel anlcgen; er werde den gelehrigen-Franzosenden Satz einleuchtend machen, daß auch Protestanten gute Bür-ger, treue Nachbarn und Mitbürger sein könnten, und so dieKatholiken mit ihnen im Leben aussöhnen, wodurch die unbe-dingte Herrschaft der Jesuiten über die Gemüther der Menschen,die sich nur auf die schändlichsten Vcrläumdungen der Hugenot-ten, auf die unchristlichste Irreführung der Menschen stützte,einen derben Stoß erhalten hätte. Man wird aus diesem ein-schcn, daß man nicht ohne Grund die Meuchelmörder Chastclund Navaillac, deren letzterer endlich den cdeln Heinrich ermor-dete, als von den Jesuiten, wenn auch nicht direct angestiftete,doch durch ihre Schriften verführte Meuchelmörder anzusehen habe.Wahrlich, wenn Raumer sich in den von unS angeführten undihrem Inhalte nach dargelegtcn Schriften der Jesuiten umzuschenbemüht hätte, so würde er die Jesuiten gegen die als Anstifter

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