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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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keinen Christen herrschen °), kann gegen Katholiken nicht alsZeuge beim Gerichte austreten °); kein Christ darf mit ihm Um-gang Pflegen '"); er ist der Religion gefährlicher als der Sultan "),und seine Ketzerei beraubt ihn seiner königlichen Würde, so daßer zum Privatmanne hinabsinkt ") und Keiner ihm zu gehor-chen braucht." ")

Ketzerisch aber ist jeder König, der sich in kirchliche Ange-legenheiten mischt "), von Bischöfen verdammte Ketzer nicht ausder Kirche treibt ?1), der zuläßt, daß die Entscheidungen der Con-cilien wieder in Frage gezogen werden '"), ketzerische Bücher nichtvertilgt"), Versammlungen der Ketzer nicht hindert'"); derseine Gesetze nicht nach den Kirchensatzungcn einrichtet'"), dieAusbreitung der Kirche nicht unterstützt^), sich weigert, dieDecrete der Kirchcnversammlungcn zu genehmigen und bekanntzu machen. ^') Dieses Alles muß er leisten^), und sobald erdiese seine Pflichten verkehrt oder Übertritt, verliert er sein könig-liches Recht und gilt für einen Tyrannen.

Wahrhaftig, wem fällt hierbei nicht ein das Gesetz des Wohl-fahrtsausschusses über die Verdächtigen?

Und als Beispiele solcher ketzerischen und von den Päpstenabgesctzten Fürsten führt er an Philipp von Frankreich, .Johannvon England, Heinrich IV-, Friedrich II., Otto IV. von Deutsch-land, zwei Könige von Schottland, Sancho von Portugal.

In der That, die Geschichte hat Zeugniß genug gegeben, wiesehr die Päpste Kaiser und Könige mit ihrer Verketzcrungsma-nie chicanirtcn und mißhandelten, welche so weit ging, daß sieauch diejenigen, so sich weigerten, die Gültigkeit eines in bloßpolitischen Dingen gesprochenen Bannfluches anzuerkennen (wiees mit Ludwig dem Bayer der Fall war), als Ketzer erklärtenund absetzten. Und zu Rittern solcher päpstlichen Gewaltthathaben sich die Jesuiten, hat sich sogar Bellarmin aufgeworfen.

8) 6. VN. p. 471. s) idiil. p. 472. I«) ikill. r>. 472—475. II) 6.VIII. p. 572. 12) idiä. p, 612. 614. 1Z) ibi-I. p. 571. 609. ») <3. III.p. 122—124. iS) idi-I. p. 126. 1°) ibiä. p. 126- 127. 17) ikicl. p. 127.18) ibiä. p. 127. iS) p. 128. 129. 20) p. 137. 139. 21) p. 125 — 129.ri) p. 139. 2 Z) p. 140. 141. 132. 133. 21 ) p. 538 — 548. 25) De k->-M,I>U pnntiliee, ein Buch, welches einzig zu diesem Zwecke geschrieben ist.