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nicht von dem Blute eines so verhaßten Hauptes eine Libationbringen? Nie kann dem großen Jupiter ein größeres und fet-teres Opfer gebracht werden, als ein bösgesinnter Regent." SoSeneca in dieser Stelle. Delrio, der den Hercules kurens fürSchulen bearbeitete, sagt nun in den lVotis zu dieser Stelle:Gewiß, es ist aller Welt erlaubt, einen Tyrannen zu tödten, derder höchsten Gewalt sich bemächtigt hat, und dessen Tyranneinicht anders beendigt werden kann. — Denjenigen Fürsten aber,der den Thron mit Recht, sei es durch Nachfolge oder durchWahl, inne hat, darf nickt jeder Einzelne tödten, wenn nichtder Fall eintrikt, von dem Cardinal und Capilius entschiedenhaben, es sei bei demselben erlaubt, sogar einen Kaiser oderselbst den Papst zu tödten, wenn es sich nämlich darum han-delt, sein eigenes Leben zu vertheidigen.
13) Johann Corin: (Oomment. ksalmo in ?s. 115.)Wir müssen überzeugt sein, daß es nicht dem ersten Besten erlaubtsei, einen Tyrannen zu tödten, rmnn es nicht in dem Falle ge-schieht, wo cs jeder Mensch thun kann, nämlich in der Noth-wendigkeit, seinen eigenen Leib oder sein Leben zu vertheidigen.
14) Lcssius ( üe Justitia et Hure. 1,. II. e. 8. üub. 8.n. 41.). Es ist den Geistlichen und Mönchen sowohl, als denLaien erlaubt, und zwar gegen jeden, selbst gegen den Obern,z. B. einem Mönche gegen den Abt, einem Diener gegen seinenHerrn, einem Sohne gegen seinen Vater, einem Vasallen ge-gen den Fürsten, in welchem Geschäfte man auch begriffen sei,wenn man angegriffen wird, sich zu vertheidigen, und man mußes, wenn der Angriff während der Messe geschieht, selbst wäh-rend dieser thun, nämlich den Angreifer tödten, wenn man sichnicht anders helfen kann, und darauf die Messe fortsctzen.
15) Anton Fernand! us (Onmment. in Vision, vet.testsm. Vis. 21. I)an. o. 2. gusest. 8. n. 39.): Es ist in denSprüchen Salomos o. 14., daß die Menge des Volkes dieHerrlichkeit des Königs macke; denn in der That wird NiemandKönig genannt für etwas, das sich in ihm selbst findet,sondern wegen der öffentlichen Meinung, welche ihn zumOberhaupt gesetzt hat. Dicß also entscheidet zu Gunsten desKönigs.