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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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auch keine Empörung, weil ein Tyrann ein Feind des gemeinenWohles ist. Die Ermordung eines Unschuldigen ist und bleibtdurchaus verboten, wenn sie nicht in einem gewissen Falle zumWohle des Staates nothwendig ist. Es ist nicht erlaubt, einenTyrannen zu tödtcn, der es nur durch sein Benehmen ist. Esist aber erlaubt, denjenigen zu tobten, als den Feind des Vater-landes, der die Souveränität an sich zu reißen sucht; ist erschon im Besitz der Königswürde, so ist eine Volkserkenntniß,ein offenes Urtheil nothwendig. ('1'lieolo§. moral. Abtheil. I.7. Untersuchung, über den Mord. cap. 1. p. III.)

IO) Paul Eomitolus sagt in seinen moralischen Ent-scheidungen (!->' V' gnaest. IO. n. 15.): ,,Ein Fürst, der dieStaatsbürger mißhandelt, ist ein wildes, grausames Thier unddarf wie ein solches behandelt werden."

II) Bei B eccan u s (Ozniscula UrooloKics apkor. 0 x.150.)heißt es:Man kann auf zweierlei Art ein Tyrann sein: er-stens dem Namen nach, wie wenn Jemand ohne alles Rechtein Land mit Krieg überzieht und sich dessen bemächtigt; zwei-tens der That und der Verwaltung nach, wie wenn ein sonstrechtmäßiger Fürst den Staat tyrannisch regiert, die Unter-thanen mit ungerechten Auflagen belastet, die Richterstellen ver-kauft und Gesetze gibt, die wohl ihm zusagen, aber dem Ge-meinwesen schädlich sind. Ein Tyrann der erstercn Art kannvon jedem Unterthan getödtet werden; ein Tyrann der zweitenArt jedoch nicht, es sei denn zur nothwendigcn Vertheidigungseiner selbst."

Aber in seiner 8umma IkeoloAiss 8oliolg8tl<:se ist er schonnicht mehr so scrupulö's. Er sagt (?. II. x. 745.),;Du wirstfragen: Wie aber, wenn die Tyrannei so über Hand nimmt,daß sie gar nicht mehr zu ertragen ist, und kein anderes Mittelmehr übrig bleibt? Ich antworte: In solchem Falle muß derFürst erst vom Staate und von den Landständen, oder einemAndern, der dazu Macht und Ansehen hat, (hierdurch soll wohlder Papst angcdeutet werden), seiner Würde entsetzt und füreinen Feind erklärt werden, damit es erlaubt sei, etwas gegenihn zu unternehmen. Denn alsdann hört er auf, Fürst zu sein."

12) M. Anton Delrio (in notis sei Horoulem kuren-tem, von Seneca, S. 145):Warum kann ich den Göttern