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opferten, wenn sie in einer Feldschlacht gesiegt hatten; hingegeneinen fetten Ockfen, wenn der Feind einer List oder im Hinter-halte erlegen war; um zu zeigen, daß durch Klugheit und Ver-nunft, wodurch wir Menschen sind, einen Feind besiegen, einHeer erhalten zu haben, vortrefflicher sei, als durch Kräfteund Stärke, woran uns die Thiere übertreffen. Jedochist die Frage, ob es auf gleiche Weise erlaubtsei, durch Gift und tödtliche Kräuter einen öffent-lichen Feind und Tyrannen zu tödtcn? Darüberfragte mich vor einigen Jahren ein gewisser sicilianischer Fürst,zu der Zeit, als wir in Sicilicn uusere theologischen Schulengründeten. Und oft ist es, unsers Wissens, geschehen; und wirglauben nicht, daß Jemand, der entschlossen ist zu morden, diedazu dargebotene Gelegenheit fahren lassen und sie erst dem Ur-theile der Theologen unterwerfen wird, lieber zum Dolche grei-fend. Ferner ist der Mord durch Gift mit weit weniger Gefahrund größerer Hoffnung auf Straflosigkeit verbunden; er trübtdie öffentliche Freude nicht, da der Tyrann vertilgt, der Urheber der dadurch entstandenen öffentlichen Freude gerettet wird.Wir aber untersuchen hier nickt, was die Menschen thun, son-dern was die Gesetze der Natur erlauben; und nach diesen istes gerade einerlei, ob du mit dem Dolche oder mit Gift mor-dest, besonders da ja List und Trug beim Tyranncnmorde ge-stattet sind, und viele Beispiele, alte sowohl als neue, denTyrannenmord in dieser Weise bestätigen. Zwar hält es schwer,einem Fürsten Gift bcizubringen, da er von seinen Hofdienernumgeben ist, jede Speise vorher kosten läßt und mit Wachenumschützt ist. Aber wenn sich dazu eine Gelegenheit darbietet,wer ist dann wohl so spitzfindig und subtil, daß er eine Distink-tion zwischen beiden Todesarten machen werde? " °)
Jedoch macht Mariana die Einschränkung, daß man dasGift dem Könige nickt einmische, so daß er es selbst zu sichnehme. „Es werde ihm von Außen beigebracht, sagt er, ohnedaß der König zu seiner eigenen Vergiftung mitwirkt; dennman hat ja auch Gift von solcher Wirksamkeit, daß ein Stuhloder ein Kleid mit demselben bestrichen zu tödtcn vermag. So
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