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Freiheit erkauft habe. Ungeheueren Ruhm erwarb er sich durchden Königsmord; durch diesen Mord wurde der Mord des Her-zogs Guisc gerächt und die Manen des Herzogs durch dasBlut des Königs gesühnt. So endigte jener Clement, 24 Jahrealt, cin^Jüngling einfachen Geistes und nicht starken Körpers;aber eine höhere Kraft stählte Körper und Geist." ')
Mariana wirft nun im sechsten Kapitel die entsetzlicheFrage auf: Ist cs erlaubt, einen Tyrannen mit Gift aus demWege zu räumen?
Ehe er zur Beantwortung dieser Frage geht, spricht ernoch einmal über die Rechlmäßigkeit des Tyrannenmordes, in-dem er sagt: „Rühmlich ist es, diese ganz pestartige und ver-derbliche Tyrannenbrut aus der menschlichen Gesellschaft zu ver-tilgen. Denn wie angefaulte Glieder abgeschnitten werden,damit sie den übrigen Körper nicht anstecken, so muß auch jenebestialische Wukh, die in Menschengestalt gekleidet ist, von demStaatskörper entfernt und mit dem Eisen abgcschnitten werden.Tyrannen werden nur durch eine allgemeine Schildcrhebung desVolkes mit den Waffen gestürzt, oder durch Trug, List undNachstellung, indem sich ein Einzelner oder Mehrere heimlichverschwören. Gelingt ihnen ihr Werk, so werden sie ihr ganzesLeben hindurch als große Herren geehrt; wenn nicht, so fallensie als ein den Göttern und Menschen angenehmes Opfer, durchihren cdeln Versuch bei der ganzen Nachwelt hoch gefeiert.Daß. nun ein Tyrann durch offene Gewalt mit den Waffengetö'dtct werden könne, entweder durch einen Angriff auf seinenPalast oder in einer Schlacht, bedarf keines Beweises mehr.Aber man darf ihn auch ermorden mit List, im Hinterhalte,wie Adod den Moabiterkönig Eglon niederstrecktc. Es zeigtzwar größere Kraft, höhere Tugend, Feindschaft offen zu übenund ohne Versteck sich auf den Feind zu stürzen; aber es istnicht weniger ein Beweis von Klugheit, Betrug und Hinter-halt anzuwenden, womit sowohl für den Einzelnen als für denStaat weniger Gefahr verbunden ist; und ich lobe mir dieSitte der Spartaner, welche dem Mars einen weißen Hahn
') s>. 53. 54.