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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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cr gebunden ist, hintansctzt. Denn nicht leicht muß man mitden Fürsten wechseln, um sich nicht größeren Nebeln auszusctzenund innere Unruhen zu veranlassen. Aber wenn er den Staatzu Grunde richtet, das Glück des Staates und der Einzelnenmit Füßen tritt, die öffentlichen Gesetze und die heilige Religionverachtet, dann muß man cs nicht länger tragen. Jedoch mußman wohl erwägen, wie man sich eines solchen Fürsten entledi-gen soll. Der leichteste und sicherste Weg ist, daß sich die Stände,wenn es angcht, versammeln und berathen, was zu thun sei;ihrem einstimmigen Entschlüsse muß Folge geleistet werden. Unddabei sollen sie nach folgenden Stufen verfahren. Sie müssenden Fürsten ermahnen und zur Besserung zurückführcn; wenner Folge leistet, dem Staate Gcnugthuung geleistet und dieVergehungen seines vorigen Lebens gebessert hat, dann müssensie von Weiterem abstehen und keine härtere Mittel anwen-den. Wenn er aber die Heilung verschmäht, und keine Hoff-nung der Besserung gibt, so steht es dem Staate zu, das Urtheilüber ihn zu sprechen und ihn der Regierung zu entsetzen; undda hieraus nothwendig ein Krieg entsteht, hat der Staat fernerdas Recht, Anstalten zu demselben zu treffen, sich zu rüsten,und Steuern für diesen Zweck auszuschreiben, und, wenn esdie Sache mit sich bringt, wenn der Staat nicht anders geschütztwerden kann, nach demselben Vertheidigungsrecht und mit nochgrößerer Befugniß, den Tyrannen für einen öffentlichen Feindzu erklären und ihn mit dem Schwerdte zu tödten. DasselbeRecht hat auch jeder Privatmann, der sein Leben für das Heildes Staates wagen will."

„Aber was ist zu thun, wenn die Nation nicht zusammen-trcten kann, was wohl oft Vorkommen mag? Hier ist dasselbezu urtheilen, nämlick, daß wenn der Staat verhindert wird, sichzu versammeln, jeder den Entschluß fassen darf, an den offenenund verderblichen Lastern des Fürsten Rache zu nehmen; undwer, hier den öffentlichen Wünschen entsprechend, ihn zu ermor-den versucht, der thut meines Erachtens ein gutes Werk, wieoben bewiesen ist So ist die Rechtsfrage entschieden, daß cserlaubt sei, einen Tyrannen zu tödten. Und in der Tbat würdees vortrefflich mit den Angelegenheiten der Menschen stehen,wenn es viele Menschen mit starker Brust gäbe, die kein Beden-

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