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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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wandtschaft die nächsten Ansprüche auf die Nachfolge hat, durchGottlosigkeit, Bosheit, Treulosigkeit, Apostasie, Ketzerei ge.brandmarkt ist, es in der Gewalt des Volkes stehe, einen solchennicht zum Könige haben zu wollen."

Und das soll auf Heinrich IV. seine Anwendung finden.Welche Menschen!

Hat denn aber der gelehrte Jesuit nicht bemerkt, daß jenervon ihm so erhaben geschilderte Krönungsact zu seiner ZeitNichts mehr, als eine leere Ceremonie ohne alle Bedeutung undeine Antiquität war? Weiß er nicht, daß in Frankreich dieSuccession längst erblich geworden und zum Staatsgcsctze er-hoben war, welches allgemeine Gültigkeit gewonnen hatte, sodaß gerade durch die Abstammmung die Nachfolge Legitimwurde? Entsinnt er sich nicht, daß sein Zeitgenosse Heinrich III.,gegen den er schreibt, von dem Throne von Polen auf den vonFrankreich berufen wurde, aus dem einfachen Grunde, weil erder letzte männliche Sprosse des regierenden Hauses Valoiswar, und daß es keinem Franzosen, selbst dem Hause Cond6und Buurbon nicht, cinsiel, ihm die Nachfolge in Frankreichstreitig zu machen, obschon er im Auslande, in Polen, Königwar? Kann er hieraus nicht schließen, daß also die Krönungs-scicr Nichts, als eine Ceremonie war, welche die ihr zugeschrie-bene Bedeutung verloren hatte seit der Zeit, wo die französi-schen Könige nicht mehr von der Nation gewählt wurden, son-dern den Thron erblich einnahmen, wie cs schon seit 30V Jah-ren der Fall gewesen war? Und wußte er denn nicht aus derspanischen Geschichte, worauf er sich doch so sehr beruft, daßKarl V. seinen Sohn Philipp II. zu Brüssel eigenhändig krönte,und dieser Act als vollkommen hinreichend betrachtet wurde, ihnin den vollen Besitz aller spanischen Erbländer zu setzen?Philipp II. würde den frommen Jesuiten ^mit seinen demago-gischen Grundsätzen von Volkssouvcrainität Habens einsperrenoder gar tödten lassen. Höchstens waren dieselben auf Polenund Deutschland, welche als Wahlreiche bestanden, anwendbar,und auch hier galt die Krönung nicht alsZActLderMeichsübcr-tragung, sondern die Wahl, bei welcher.zu Rainold's Zeit die

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