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führt Beweise gegen die Erbfolge aus der Bibel und spanischenGeschichte an. Die zu große Macht der Könige, derSclavensinn der Volker, die dem Willen ihrer Für-sten schmeichelten und nachgabcn, hat die Erjbfolgeeingeführt, und es hat auch nicht an gelehrten Männern ge-fehlt, welche mit großen Scheingründen die Erbfolge alsgemäß dem Rechte und der Billigkeit beweisen wollten, entwederweil sie den Königen durch Wohlthaten verpflichtet waren undihnen darob schmeichelten, oder weil es so ihre Ueberzeugung war."
Endlich meint doch auch Mariana, die Erbfolge sei fürdie Ruhe der Staaten der bessere Theil; natürlich, er lebte jain einer erblichen Monarchie. „Denn, sagt er, die Fehler einesFürsten können, vorzüglich in zartem Alter, durch gute Erzie-hung gebessert werden.' Gelingt dieß nicht, so muß das Volksie ignorircn, solange das öffentliche Wohl dieses erlaubt, unddie verderbten Sitten des Fürsten nur Privatsachen betreffen.Wenn er aber dadurch das Wohl des Staates gefährdet, wenner die väterliche Religion verachtet und sich nicht bessern will,so muß man ihn, meines Erachtens, absetzen undeinen Andern an seine Stelle setzen, was in Spanienhäufig geschehen ist. — Wie ein gereiztes Thier muß erdurch Aller Geschosse angegriffen werden, da er un-menschlich und ein Tyrann geworden ist." ")
Das ist freilich eine radikale Cur; aber wer hat das Volkzum Richter des Königs gemacht, mit der Gewalt, ihn zu er,morden? Und ist nicht auch der beste König oft den Vcrläum-dungen von Neidern und Meuterern ausgesetzt? Haben wirnicht die Fälle, wo man höheren Orts die besten und christlich-sten Könige für Ketzer und Bösewichtcr erklärte und sie der Rache,der blinden Wuth des Volkes preisgab, wie Mariana cs vor-schreibt?
„Die Gesetze der Succession, fährt er fort, müssen durchausfest sein, und Keinem muß es zustchen, ohne den Willendes Volkes etwas daran zu ändern; denn vom Volke sinddie Rechte der Herrschaft abhängig. ") Wenn aber an derArt der Erbfolge etwas geändert werden ^soll, so
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