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des Alters dazu zu berechtigen schien. So vermehrte sich ihreAnzahl bald, und sie lebten in einem liebenswürdigen Naturzu-stände, harmlos, glücklich und ohne Sorgen. Die Natur warihre Lehrerin; sie wies sie an, Mängel zu ersetzen und Gebrechenzu heilen." *)
„Aber ihr Glück wurde auch gestört; Starke unter denMenschen erhoben sich und wütheten wie wilde Thicre gegen dieGüter und das Leben des Schwachen; namentlich, nachdem siesich mit anderen Gleichgesinnten verbündet batten, stürzten sic sichauf Hütten und Accker und Hecrdcn, raubten Alles und schlugennieder, wer ihnen Widerstand leistete. Welch' kläglicher Zu-stand! Allenthalben wurden straflos Raub, Plünderung undMord verübt; nirgends war eine Zuflucht für Unschuldige undSchwache, der Schwächere wurde von dem Stärkeren unterdrückt,und Verwandte ermordeten sich gegenseitig."
,,In dieser Noth vereinigten sich die Bedrängten, schlossenBündnisse unter einander und warfen ihre Blicke auf einen ge-rechten und redlichen Mann, der sie schützen sollte gegen häus-liche und äußere Unbilde. Daher entstanden Bürgervereine unddie königliche Majestät und die menschliche Gesellschaft." '')
„Anfangs, fährt er fort'), beruhte die königliche Machtauf der Achtung und Redlichkeit und Klugheit; wie sie durchkeinen äußeren Prunk glänzte, so war sie auch durch keine Ge-setze umschränkt; sie regierte nach Gutdünken und besaß das all-gemeine Vertrauen. Aber bald wurden Gesetze nöthig, weil mandie Billigkeit der Könige in Zweifel zog und glaubte, daß siesich von Haß und Zorn leiten ließen. So beschränkte man (dasVolk) das königliche Ansehen. Die wachsende Bosheit der Men-schen wurde andererseits von den Königen geschreckt durch be-waffnete Trabanten und Majestät und gezügelt durch den Ernstder Gesetze und die Furcht vor den Gerichten."
„Anfangs bemühten sich die Könige, ihre Gränzen zuschützen; bald schuf Ruhmsucht, Herrschsucht und Habgier Er-oberer, welche freie Völker unterjochten, wie Ninus, Cyrus,Alexander, Cäsar, welche zuerst große Reiche gründeten und
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