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souvcrainität zur Last. Natürlich haben katholische Schriftstellerdie theoretische Aufstellung und Begründung derselben auch inprotestantischen Auctoren gesucht und sie in des Schotten Bucha-nan Dialoge cko gure rv§»i -ipull Kcotos gefunden. Sie habenaber nicht bemerkt, daß Buchanan durchaus keine allgemeineTheorie aufstellt, sondern einzig Schottland im Auge hat, umdie Eingriffe der Königin Maria in die uralten Rechte der Nationzu bekämpfen und das Verfahren dieser gegen jene zu recht-fertigen.
Wenn katholische Schriftsteller nach einer Theorie der Volks-souvcrainität sich Umsehen, so brauchen sie nicht in das Gebietdes Protestantismus überzugehen; sie können sie neben sich inihrer eigenen Kirche finden, und zwar in dem gefeiertsten Ordenderselben, nämlich in der Gesellschaft Jesu. In dieser ist jene Theorienicht nur vollständig ausgeführt und entwickelt, sondern sie hatin der Lehre vom Tyrannenmorde, dem in der Anwendung keineGränzen, oder doch willkürlich zu deutende, gesteckt sind, einenAppendix erhalten, von welchem bei keinem Protestanten, selbstbei Buchanan und Hadmann, Nichts vorkommt.
Zweites Kapitel.
Die jesuitische Lehre von der Dolkssouverainität.Laine;, Bcllarmin.
Die jesuitische Lehre von der Volkssouvcrainität ist fast soalt als der Orden; nur scheint sie anfänglich ein Resultat kirch-licher Ansichten gewesen zu sein, ehe sie sich rein politisch undselbstständig als eine solche entwickelte. Ihr Urheber, wenigstensder erste, der damit öffentlich hervortrat, war Laincz, der zweiteGeneral des Ordens, der sie zuerst auf dem Concil von Trientim Jahre 1562 in seiner ebenso berühmten als berüchtigten Redeaufstellte.
Der Orden der Väter Jesu fand seine Bestimmung darinerfüllt, daß er sich zum rastlosen Vertheidigcr des päpstlichen