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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
Entstehung
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Staatsmacht, welche die Grundlage aller menschlichen Gesellschaftsei, begründet im Natur- und göttlichen Rechte, und unterwelche auch in ihrer äußeren Erscheinung die Kirche fallen, nichtaber sich derselben entgegensetzen müsse.

Bei dieser Darstellung von protestantischer Seite möchte sichnun die Sache wohl etwas anders gestalten und jene Klagc-sührung gegen die Reformation wohl mächtig verschwinden. Abernoch mehr ist dieses der Fall, wenn man die Geschichte der mo-dernen Volkssouverainität näher betrachtet und die damit gleichenSchritt haltenden Revolutionen. Zwischen diesen und der Re-formation liegen 3VV Jahre, in welchen sich der monarchischeAbsolutismus in allen späterhin revoltirten Ländern zum höchstenausbildete. Es ist demnach eine Gewaltthätigkeit gegen die Ge-schichte, Revolutionen, die nach dieser Entstehung des Absolu-tismus aufkamcn, mit der Reformation als ihrer Ursache inVerbindung zu bringen, zumal, da rein protestantische Länder,als Dänemark, Holland, Schweden und die evangelischen Staa»ten Deutschlands ganz frei von eigentlichen Revolutionengeblieben sind, dagegen die zahlreichsten Revolutionen in meistoder rein katholischen Ländern, wohin nie ein Hauch von Pro-testantismus, auch während ihrer Revolution nicht, gedrungenwar, ausbrachen. So in Frankreich, Belgien, Spanien, Por-tugal, Sardinien, Neapel, Brasilien, Mexico und den übrigenamerikanischen Staaten. Wenn der Katholicismus und die Je-suiten dem revolutionären Geiste ein Gegendamm sein sollten,warum brachen in rein katholischen Ländern, wo der Katholi-cismus und die Hierarchie ungeschwächt herrschten, Revolutionenaus, und warum stand in zwei belgischen Revolutionen derkatholische Klerus mit an der Spitze? Und nun vollends dieBehauptung, daß sich die Jesuiten den revolutionären Entwicke-lungen der Reformation widersetzt haben, da gerade das Gegen-theil sich aus den Schriften der berühmtesten Jesuiten ergibt,wie wir in diesem Theile unserer Kritik darthun werden.

Jenen verkehrten Ansichten zufolge, die man füglich paro-diren, und die Päpste und die Hierarchie als Erschüttere! undUntergräber der Staatsgewalt durch Wort und That darstellenkönnte, trägt also die Reformation die Schuld der späteren po-litischen Revolutionen, und ihr legt man die Idee der Volks-