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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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das Volk ist einer großen Masse nach Pöbel, ncucrungssüchtigund bereit, Alles zu wagen, weil es zu gewinnen hofft, undgerade der Pöbel in den großen Städten ist am leichtesten zu ver-führen, weil er am wenigsten Sittlichkeit und Verstand hat,stets die Reichen und Wohlhabenden beneidet, ihrer Güter be-gehrt und sich klüger und besser dünkt, als die Weisen der Nation.Die Geschichte hat es bewiesen: wo das Volk die Souverainitätübte, da geschah cs vom Pöbel unter der Leitung der Factions-männer, die in Allem nur sich, nie das Wohl des Vaterlandessuchten; die Reichen, die Weisen und Guten sind stets das Opferdes Unsinnes geworden, und eine Geschichte der Volkssouverai-nität liefert die furchtbarste Satyre aus diese selbst und die mensch-liche Vernunft.

Die Idee der Volksouvcrainität ist zuerst ausgesprochen wor-den von den Päpsten. Denn, wenn diese in ihren wildenKämpfen mit der Staatsgewalt Fürsten und Volk vom Eideder Treue gegen ihre Regenten losbanden und sie aufforderten,sich gegen dieselben zu empören und sie vom Throne zu stürzen;wenn sie ihre Legaten in die Länder solcher Könige schickten,welche den Unterthanen Aufruhr predigten und sie unter derFahne des Kreuzes, mit dem Segen und dem Ablasse der Kircheausgestattet, zu Kreuzzügen gegen dieselben führten; wenn sieunter dem Vorsitze ihrer Legaten Reichstage halten ließen, worinegoistische Fürsten wackere Herrscher absctzten und neue wählten:was war das Anderes, als jedes legitime Herrscherthum vernich-ten und die Volkssouverainität mit all ihren Gräueln predigenund in Ausübung bringen lassen? Freilich geschah all dieserUnfug vorgeblich für Religion und Kirche, unter welchem Deck-mantel die Statthalter Christi ihren Egoismus versteckten: 'aberdas änderte Nichts an der Sache, da ja wirklich dadurch dieKönige in die Hände empörter, oft durch Drohungen kirchlicherStrafen empörter Völker gegeben, und so die Legitimität derThrone, das geheiligte Ansehen der Staatsgewalt dem Egoismusdes Adels, der Wuth des Pöbels, des blinden, durch jedes Mittelaufgereizten Pöbels preisgegeben wurde.

Man könnte sagen, daß die Päpste hier nur von kirchlichenund keincsweges politischen Ansichten geleitet seien, und daßihnen die Idee von Volssouverainität ganz fremd geblieben, ob-

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