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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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Diese Lehre ist ausgestellt in den Zeiten der Zügellosigkeit,der Leidenschaften, der Revolution; die Volksführer haben damitihre schrecklichen Gewaltschrittc zu beschönigen gesucht; aber diePhilosophie und die Geschichte bczüchtigen sie der 'Lüge undlegen Protest dagegen ein. Denn wie kann die Vernunft csbilligen, daß das Volk, welches regiert werden soll, über denNegierenden steht und diesen die Regierung nehmen darf? Wiekann der Unterthan sich zum Richter über die Obrigkeit auf-werfen und sich im permanenten Besitze einer solchen Gewalterklären? Die Masse des Volkes entbehrt der sittlichen undgeistigen Bildung; ihm geht die Kcnntniß der Verhältnisse ab;und da in den neueren Staaten, welche ihre Einwohner nachMillionen zählen, gar kein Weg aufgefunden werden kann, daßdas gcsammtc Volk als moralische Person seinen Willen erklärt,so wird dieser und die Uebung der Souvcrainität nothwendig dieBeute Weniger, die das willenlose Volk, welches jedem Ein-drücke sich hingibt, welches nicht prüfen und beurtheilen kann,zu jedem, auch den schrecklichsten Schritten hinreißen können.So wird die Idee der Volkssouverainität zu einer oft furchtbarenIllusion und Verhöhnung derselben, wie das die französischeRevolution gezeigt hat, wo das Volk von den wüthendcn De-magogen, die sich der Volkssouverainität bemächtigt hatten, imNamen des Volks mit Füßen getreten und gewürgt wurde; woder wüthende und verächtliche Pöbel der Hauptstadt im Soldeder souveraincn Banditen ein edles Volk von 25 Millionen Men-schen beherrschte und namenlos unglücklich machte.

Reiche, wo das Volk sich für souvcrain ansieht, könnenkeinen Tag ihre Wohlfahrt verbürgen. Ist die Regierung kraft-los, so werden schlechte Menschen, deren Zahl überall groß ist,Raum gewinnen, das Volk zu verführen und zum Sturze derStaatsmacht zu reizen; ist sie kraftvoll, wehrt sie mit Energiedemagogischen Umtrieben und egoistischen Bestrebungen, so wer-den Nänkemacher sic beim Volke verläumdcn, als würden seineRechte gekränkt, seine Freiheit mit Füßen getreten; sic werdenes auffordcrn, seine Souvcrainität zu üben, die Regierung zustürzen, eine andere zn gründen, und die größten und schönstenReiche werden ein ewiger Schauplatz der Furcht, der Gefahr,der Meutereien, der Empörungen und Bürgerkriege sein. Denn