Erster Abschnitt.
Die jesuitische Lehre von der Volkssouverainität.
Erstes Kapitel.
Idee der Nolkssouvernlnitstt, Entwickelung undAusbildung derselben.
Die Lehre von der Volkssouverainität ist mit blutigem Griffetln die Geschichte der neueren Zeit eingeschrieben; sie hat diefranzösische Revolution, welche Anfangs auf gesetzlicher Bahnwandeln zu wollen schien, eben zur Revolution gemacht undihr eine Wendung gegeben, wodurch sie der Schrecken und dieGeißel der civilisirten Welt wurde und sich mit Gräueln brand-markte, vor denen der Genius der Menschheit erschaudert. Nochbis auf den heutigen Tag ist sie die Quelle vieler bedauerns-würdiger Excesse; sie hält die Gemüther in der gefährlichstenSpannung und verhindert die Begründung einer festen, ver-nünftigen Ordnung, die einzig und allein das Glück und dieWohlfahrt der Völker verbürgen kann.
Die Lehre von der Volkssouverainität macht das Volk zureinzigen Quelle aller legitimen Macht und Gewalt im Staateund stellt selbst die Könige unter den sogenannten Volkswillen,in der Ärt, daß sie ihre Macht vom Volke erhalten und sieihnen durch dieses auch wieder entrissen werden kann.