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der Aufhebung des Ordens. Keine menschliche Kraft und Ge-walt mochte die Revolution abwehren, und gewiß nicht die Je,stiften, die ja nicht einmal im Stande waren, ihren eigenenSturz abzuwehren; die ja keine Kraft mehr besaßen, sich dementsetzlichen Sündenleben am französischen Hose unter der Re-gentschaft und Ludwig XV., dem allgemeinen Sittcnverderbender Franzosen zu widersetzen; die ja nicht im Stande waren,die Religion im Wolke und Adel gegen die Angriffe französischerPhilosophie, die weit vor die Aufhebung des Ordens hinabreicht,zu verteidigen. Nein, die Jesuiten haben den Ausbruch derfranzösischen Revolution beschleunigt und sind unter die vorzüg-lichen Urheber derselben zu zählen. Denn ihre schändliche Moralhatte die Sitten des Volkes und des Adels vergiftet, und mitder Sittlichkeit schwand auch der Glauben, mit ihm die Achtungvor der Religion, und mit dieser die Ehrfurcht gegen die Staats-gewalt aus der Nation, und so wurde die Revolution vorberei-tet. Erst auf einem solchen Acker, wo die Fülle des Unglaubensund der Jmmoralität längst wucherte, konnte die Philosophie desachtzehnten Jahrhunderts ihren verderblichen Saamen ausstreucn,und erst hierdurch ist es erklärlich, daß die Encyclopädisten undNcvolutionsmänncr in einem großen Reiche über das Christen-thum und eine vierzchnhundertjährige Monarchie den Sieg da-vontrugen.
Man preiset so hoch die politische Weisheit der Jesuiten,ihr Einfluß wird so sehr bewundert, und doch haben sie durchweise und humane Rathschläge im französischen Cabinette, wodoch auch ihre Stimme bedeutend galt, nie versucht, einen ein-zigen jener zahllosen furchtbaren Uebelstände wegzuräumen, welcheam Ende die Revolution unvermeidlich machten. Wo ihre Wirk-samkeit sichtbar ist — und sic ist cs oft — erscheint sie verderb-lich; unter Andern, verdankt Frankreich ihnen die Aufhebung desvortrefflichen Edicts von Nantes, welches dem schönen Landenach fünfzigjährigen Stürmen den Frieden wiedergeschenkt hatte.Zur Aufhebung vermochten sie einen alternden König, dessenmahnendes Gewissen sie beherrschten; und dieser Schritt reichtallein hin, die Jesuiten zu brandmarken.
Gehen wir nun zur Lösung unserer eigentlichen Aufgabe
über.