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So sprachen die Freunde der Gesellschaft Jesu, um dieseder Staatsmacht und den Völkern, welche sie einst einstimmigvertrieben haben, wiederum anzupreisen und sic zur Herstellungderselben zu vermögen.
Wir wollen diese den Jesuiten so günstigen Ansichten undBehauptungen einer näheren Prüfung unterwerfen, und dieseliefern durch die Beantwortung der Frage:
Haben die Jesuiten durch That und Lehre bewiesen, daßsie im Stande seien oder den Willen haben, die Jugendund die Völker zum Gehorsam gegen die rechtmäßigen Ob-rigkeiten und Staatsgewalten anzuleitcn, sie darin zu erhal-ten, dem Unwesen revolutionärer Demagogie zu steuernund so eine Schutzwehr dem Throne zu sein?
Diese Frage kann nur vollständig gelöset werden zuerstdurch eine pragmatische Geschichte der Gesellschaft Jesu, welcheihre Thaten enthält, dann durch eine gründliche Kritik derpolitischen Lehren und Ansichten der Gesellschaft; undmit der letzteren wollen wir uns hier beschäftigen, die erster«einer besonderen Bearbeitung aufsparend. Jedoch soll uns un-benommen bleiben, folgende Data der eigentlichen Kritik derPolitik der Jesuiten vorauszuschicken, und dadurch die obige Fragevom historischen Gesichtspunkte in ganz kurzen Umriffen zu be-leuchten:
I. Wenn es als ausgemachte Wahrheit gilt, daß nur dertugendhafte Mensch, dem die göttlichen Gebote heilig und ehr-würdig sind, der also die höchste Auctorität des Universums, denWillen Gottes anerkennt und verehrt, ein guter Staatsbürger,ein gehorsamer Untcrthan, ein wohlthätigcs Mitglied des Staa-tcnvereincs sein kann, daß hingegen der Böse, der die göttlichenGcfttze verachtet und frevelnd verletzt, der also die höchste Au-torität verkennt und verwirft, ein schlechter Bürger, ein unzu-verlässiger Unterthan ist, weil in ihm der Egoismus der Sündewaltet, so ist die obige Frage ohne Bedenken zum Nachthcileder Jesuiten zu entscheiden. Denn wie kann man annchmen,daß sic gute Staatsbürger, gehorsame Unterthanen erziehen wür-den, da sie durch Verwüstung und Verderbung der Moral dieMenschen das Böse lehren, sie anlciten, Gottes Gesetze, welche die