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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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wie cs viele gegeben hat, die das Stillschweigen und die Ein-samkeit lieben, in deren Adern Schleim, nicht Blut fließt, derenGesicht starrt von moderndem Unflate. Doch sicht man auchviele Andere, die eine glücklichere Leibesbeschaffenheit zu feine-rer Gesittigung erzogen hat; in denen wogt jene süße und kraft-volle Feuchtigkeit und ein sanftes reines Blut, dem die Freudecntblüht. "9

In seinen sittlichen Gemälden sagt derselbe Vater vondem streng Andächtigen: „Er hat keine Augen für die Schön-heiten der Kunst und der Natur; er würde glauben, eine be-schwerliche Last zu tragen, wenn er irgend einen Stoff zumVergnügen an sich hätte. An Festtagen schließt er sich bei denTobten ein; er sitzt lieber auf einem Baumstamme oder in einerGrotte, als in einem Palaste und auf einem Throne. GegenBeleidigungen und Unrecht ist er unempfindlich, gleich einerBildsäule. Ehre und Ruhm sind Abgötter, die er nicht kennt,denen er nicht opfert. Ein schönes Weib ist für ihn ein Ge-spenst, und jene gebieterischen und unumschränkten Gesichter,diese lieblichen Tyranninnen, welche allenthalben freiwillige Skla-ven machen, haben auf seine Augen keine stärkere Wirkungen,als das Sonnenlicht auf die der Nachteulen." ")

Wahrhaftig, das sind sittliche Gemälde! Der Vater Moinemuß sehr verliebter Complexion gewesen sein.

„Aber, fährt er fort, das sind Züge eines schwachen unduncultivirten Geistes, der nicht kennt jene honetten und natür-lichen Neigungen, die er doch haben sollte."

Mich wundert's, daß der gottselige Vater nicht gegen denCölibat geschrieben hat.

Bei einer solchen Behandlung der Heiligen und der Andachtkonnte Moine dann auch schreiben, daß jenes Schreckbild, wel-ches böse Dämonen an die Thore der Frömmigkeit gestellt hät-ten, nunmehr (durch ihn und seine Gesellen, die Casuistcn) ver-jagt sei, und daß sie selbst jetzt leichter als das Laster, lieblicherund angenehmer als die Wollust geworden, so daß cs jetzt schwe-rer sei, bloß zu leben, als fromm zu leben. ")

>6) p. 86. 17) le IVIoioe ^eintoies woiolcs. t. 7. >8) Devotion

->i«Le. z, 244 29l

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