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»lous alter opem) als ich dieses schon geschrieben und unter diePresse gegeben hatte, finde ich von klugen und gelehrten Theo-logen auch die erste Meinung mit dem Geschenke der Probabilitätfür die Praxis beehrt. Denn noch ganz neulich spricht sich fürsie aus Hieronymus Ferrantius und führt zu andernGründen noch die Entscheidung an, welche drei sehr gelehrteVäter des Collegiums der Gesellschaft Jesu zu Nom nach reif-licher Erwägung für diese Meinung ausgesprochen haben. Dennda, sagt er, aus der Provinz Oestreich einige Sätze nach Romgeschickt waren zu unscrm sehr ehrwürdigen General, da legtedieser sie zur Prüfung den Vätern Revisoren vor, deren Amtist, daß sie Bücher genau durchsehen, ehe sie zumDrucke kommen. Diese sprachen sich über den neunten Satzganz einstimmig folgendermaßen aus:
Neunter Satz: Wir sind nicht verpflichtet, zweifelhafteSünden, der Zweifel sei positiv oder negativ, zu beichten.
Antwort: In Betreff der positiv zweifelhaften Sündenist es keinem Zweifel unterworfen, daß wir sie nicht zu beichtenbrauchen. In Hinsicht der negativ zweifelhaften ist die Schwie-rigkeit größer, und unsere Meinung ist, daß man ehemalsnach unseren Regeln nicht erlauben durfte, sie in der Beichteauszulassen, da kaum ein Schriftsteller dieß offen in Schutznahm.
Jetzt aber, da schon offen und ex prolesso in ihren Schrif-ten sich dafür aussprechcn außer Coninch, Petrus Marchant,Caramuel, Joseph Januarius, Martinon und vieleandere Autoren, und sie für probabel halten, so stimmen wirdafür, daß diese Ansicht in den Schulen unserer Gesellschaft zu-gelassen werde. So weit Ferrantius; siehe auch Diana."")
So wurden die verderblichen probabelcn Meinungen der Je-suiten ausgesäet und wucherten im Schatten des Casuismusbald zu giftigem Unkraute empor.
Wenn man diese Lehre von dem negativen Zweifel auf dieVerpflichtung, eine schwere Sünde zu beichten, anwcndet, so zeigtsich beides: ihr äußerster Unsinn und ihre Verderbtheit. Jener:denn wie kann ich noch in Zweifel sein, eine Sünde gethan
i') I,. 1. c. „ 13 —18. 4h —52.