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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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selbe so weitläufig behandelt haben, dann auch, weil wir dieCasuistik der frommen Väter in Betreff des Beichtstuhles we-nigstens auf die wesentlichsten Punkte der gestimmten Moral an-wendcn wollen. Daher mag diese Abhandlung über das Buß-sacrament als ein vollständiges Ganzes betrachtet werden.

Wir legen hier zu Grunde des Thomas Tamburin,eines sicilianischen Jesuiten, Aletliolliis expellitso oonke^ioni«,tum pro vont'688srj>8 tum pro poenitontibu8, wovon wir aberleider nur die dritte Auflage Oolonise 1666 haben, die sich selbstL plurimi8 vitii8 oxpiirKüta nennt. Das Buch trägt die Ap-probation des Ordens vor sich und die Ansichten sind aus demMarke der Casuistcn genommen, nach der Theorie des Proba-bilismus (ex probsbili 8ententis, yusm tuto segui vsleimi8,wie der Verfasser in der Vorrede sagt.) Daneben werden wiraus Escobar, Busenbaum, Suarez, Sanchez, und wiedie Herren alle heißen mögen, schöpfen.

Nach Tamburin wird der Gegenstand in fünf Theile zer-fallen :

Uebcr die Reue.

Ii. Ueber die mündliche Beichte.

6. Ueber die Absolution.

v. Ueber die Genugthuung.

L. Ueber den Ablaß.

Erstes Kapitel.

Ueber die Reue.

-r. Reue über schwere Sünden.

Das Sacrament der Buße ist, nach der Lehre der katholischenKirche, eingesetzt, um den reuigen Sünder von seiner Seelenschuld zubefreien und ihn wiederum mit Gott zu versöhnen. Wahrlich,ein wichtiges Werk. Aber Gott spendet seine Gnade keinem Un-würdigen; darum muß der Büßende sie verdienen, sich ihrer,soviel cs an ihm liegt, würdig machen. Und wodurch kann