3) Nach der Lehre und dem Brauche der Kirche gehört zurTaufe wirkliches reines Wasser. Fernande; erlaubt aber auch,aufgelöstes Salz zu gebrauchen; ferner Wasser, was von Stei-nen und Wanden trieft. Der Fall der Noth ist dabei nicht be-merkt. °)
3) Zum Taufen reicht nach Meratius, dem auch Esco-bar beistimmt, ein einziger Tropfen Wasser hin, wenn ernur auf irgend einem Theile des Körpers zerfließt; weil dießabsolut genommen eine Abwaschung ist; Granada will dießbloß im Nothfalle gellen lassen. '°)
4) Welcher Theil des Körpers muß abgewaschen werden?Zur Gültigkeit genügt jeder Theil, wenn er auch ein exeremen-tsli8 ist, z. B- Haare und Nagel, nicht, weil diese Theile keinLeben haben, sondern weil sie ein Theil des Menschen sind.So Vasquez. ") Nach Prä'positus kann die Taufe auchan der sogenannten Helmhaut, welche die Aerzte Nachgeburtnennen, vorgenommen werden, weil sie ein Theil des Körpersdes Kindes ist.
5) Die Kirche hat eine genaue Taufformcl vorgeschriebe«:
te bsptiso in nomine pstri8 et ülii et 8pirit»8 8anoti.
Escobar und Henriquez aber finden sie zu lang und kürzensie mit wirklichem philosophischem Scharfsinne so ab: Lsxtii-o 1e,nomine xntri8, LIü, 8xiritu8 8gncti.
6) Darf man die Taufformel auch etwas vor oder nachder Abwaschung aussprechen? Antwort: Henriquez bejahtes, wenn man nur die Meinung hat, die Formel auf die Artzu gebrauchen, welche der moralische und menschliche Gebrauchzu sprechen und zu handeln erfordert; weil auf dieselbe Art Je-mand, der einen Becher in die Hand nimmt, um ihn zumTrinken an den Mund zu setzen, moralisch sagen kann^und zusagen pflegt: ich trinke. ") Welch ein Vergleich!
7) Nach Filliuccius, Laymann, Bonarscius, Sua-rez darf man taufen: „im Namen des Vaters u. s. w. und
!>) blscoli. l. c. ii. 37. l") iliiil. ii. 4>. 755. n. 45. II) Vas^uor
bei Lscoli. n. 43. > 2 ) Pianos. bei Lscoli. n. 44. Lseoli. n 47»
U) ilii<l. ii. 49