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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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finden werden, sich über die Frivolität der Jesuiten zu ereifern,so werden sie uns entschuldigen und rechtfertigen, daß wir die-selbe aufdeckten.

tz- 6.

Ueber Irregularität, Beneficien, Simonie, geist-liche Immunität und Asyle.

Der Raum gestattet uns nicht, diese Gegenstände einzeln inihrer ganzen Ausdehnung abzuhändeln; denn Wichtigeres harrtnoch der Erledigung. Daher haben wir die oben geschriebenenPunkte zusammengeworfcn und wollen nur die abnormsten ca-suistischen Ansichten darüber anführen.

i. Ueber Irregularität.

Es ist bekannt, daß mehrere Verbrechen die Irregularitäthervorbringen, dahin gehören: Sodomie, Simonie, die xraeu-ratio ubortus, Mord. Die Verordnungen der Kirche hierübersind streng und deutlich. Aber die Casuisten haben ihnen ihreKraft geraubt.

1) Avila sagt, daß Simonie in Betreff einer Pfründe,wenn sie auch öffentlich ist, keine Irregularität erzeuge.

2) „Geistliche, welche Sodomie treiben insgeheim, sindnicht irregulär, weil der Grund der Schande fehlt." Alswenn die Irregularität nicht erzeugt würde durch das Lasterselbst, sondern erst durch die Oeffentlichkcit. Aber auch jenesgeheim scheinen die Jesuiten nicht zu fordern; denn wenn Es-cobar sagt: „Ich schließe, daß ein Geistlicher, der die Sodomieübt, wenn er Reue hat, Pfründe, Würde und Amt beibehal-ten könne" "°), so liegt darin von selbst eine Ausschließungder Irregularität.

3) Escobar fragt: Jemand hat einen abortus bewirkt,aber er zweifelt, ob die Frucht Leben hatte; ist er irregulär?Antwort: ich behaupte probabel mit Präpositus, daß er csnicht ist. " 0 )

128) ^vila bei Lscob. I'r. V. Tx. 6. n. 122. 127) Vslenci» bei

kiscob. I. c. 128) Lscob. H. I. Lx. 8- r>. 102. ^>. 151- 128) ibicl.

IV IV. Lx. 6. n. 161. x. 555.