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ne läßliche Sünde, wenn sie innerhalb ihrer Schranken bleibt,d. h. nicht mit einer bedeutenden Verachtung Gottes und desNächsten verbunden ist.
6) Heucheln, um sich den Schein eines Heiligen zu geben,ist nur eine läßliche Sünde. Heuchelt aber Jemand, um inner-lich böse zu sein, äußerlich sich den Schein eines Guten zu ge-ben, so begeht er eine Todsünde.^)
7) Ebenso lax sind Escobar's Ansichten über Hartnäckig,keit, Hadersucht, Ungehorsam, Ehrsucht.^")
8) Ruhmsucht ist nur dann eine Todsünde, wenn man sicheiner schweren Sünde rühmt, oder eines todsündlichen Zweckeswegen. An und sür sich ist sie nur läßlich.
9) Predigen und Messe lesen, vorzüglich aus Eitelkeit, istnach Sa und Silvius probabel nur eine läßliche Sünde.
1V) Uebertriebene Kleiderpracht und Leichtsinn, Eitelkeit undGefallsucht und natürliche Neigung zum Stolze ist nur eineleichte Sünde, ")
11) Bauny aber setzt noch hinzu: Obwohl eine Frau diebösen Wirkungen kennt, die ihre Bemühung, sich zu putzen, aufLeib und Seele der Männer, welche die Geschmückte anschaucn,hervorbringt, so sündigt sie doch nicht, wenn sie ihrer Neigungnachgcht. So Sanchez.")
12) Lessius fragt: Stellen aus der Schrift oder den Vä-tern gegen die Ausschweifungen in der Klciderpracht sind nur fürdie Frauenzimmer der damaligen Zeit gültig, damit sie durchSittlichkeit den Heiden ein gutes Beispiel geben möchten.")
13) Le Moine endlich sagt: Die Jugend sei die Rosen-zeit und da habe sie ein Recht, den Körper zu schmücken; imAlter sei es lächerlich.")
b- Geiz, Verschwendung.
IS) Beide sind, nach Busnebaum, ihrer Art nachnur läßliche Sünden und werden nur durch Umstände schwere.")Das Nähere darüber bei der Lehre vom Almosengeben.
S4) Lusenli. etc. n. 7. SS) Lscob. II. 1l. p. 282. S8) p. 232. 283.
S7) n. 92. p. 2gZ. SS) n. 94. W) o. 95. «) L-cob. Ir. I. Lx. 8. n. 5.n. 135. 41) 8umwL pec. c. 46. p. 1094. 42) lessius de just.
I,. I.V. o. 4. 4.14. n. 114. 4Z) l,e Alaine: clevotioo sisöe y. 127.
157. 163. 14) Lusenb. I. c. 4. 2. p. 577 it.