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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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Erquickung gestattet, wenn sie auch nicht nöthig ist, um schlafenzu können, und in einer nicht kleinen Portion besteht; denn dieGewohnheit entschuldigt hier.

2) Derselbe erlaubt die Kollation auf den Morgen oderMittag und das Hauptessen auf den Abend zu verlegen. Wennich Grund dazu habe, brauche ich keine Dispensation; thue iches ohne Grund, so sündige ich läßlich. ") Der gute Vater scheintvorauszusetzcn, daß, wer diesen Tausch macht, wohl zuschenwird, daß er am Mittage nicht zu kurz kommt.

3) Zur Erquickung, die man auch eine Collation nennt,erlaubt Escobar Obst, Salat, Brod, Biscuit, und nach Azorauch kleine Fische. Eine solche Collation darf aber nicht über8 Unzen betragen. WaS aber sehr viel werth ist, der humaneVater resolvirt, daß kein Trank das Fasten verletze, (mögeer bestehen, worin er wolle, wenn er nur wesentlich ein Trankbleibt) und auch Alles nicht, was man dazu isset, damit er einemnicht übel bekomme. ")

4) Jemand, der Dispense hat, Fleisch essen zu dürfen, darfauch an derselben Tafel Fische essen.

5) Wer schwach ist, braucht nicht zu fasten; daher darf Je-mand zwar nicht essen, um Kräfte zu sammeln zum Huren;aber wenn er es einmal gethan hat, darf er seiner Ermattungdurch Selbstdispense vom Fasten zu Hülfe kommen, um wiederKräfte zu gewinnen.

Das sind einige von Escobars Ansichten über das Fasten;allein er beleuchtet denselben Gegenstand auch noch aus den an-dern Kasuisten.

5) Welche sind namentlich vom Fasten dispensirt? Antw.Lay mann befreit davon Töpfer, Gold- und Eisenschmicde, Holz-hacker, Lohgerber, Maurer, Weber, Bäcker; Azor auch dieSchuster, Taglöhner; Gordon die Drucker; Fagundez dieSchneider und Maler, kurz alle Künstler; Escobar die Predi-ger und Lehrer; Sanchez die Reisenden; Bonarsius dieschwachen Eheleute; Filliuccius, Azor, Navarra, Diana,

SZ) kscok. 1 . 1^. II. c. 1. n. 4. p. 185 . 54) iUjcl. n 5.55) iliili. n. 6.

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