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selbst ein schlechtes Gewissen gehabt, oder böse Erfahrungen anAndern gemacht haben.
3) Aber nicht alle Jesuiten haben so aufgeklärte Ansichtenals Escobar. Cellotius sagt bei Gelegenheit der Messe inwahnsinniger Ucbertrcibung: Kühn behaupte ich, daß nicht Prie-ster zu viel (zum Messclesen) seien, wenn auch alle Menschen,so viele ihrer je gewesen sind, wenn alle Weiber, alle Thiere,alle leblose Dinge in Priester konnten verwandelt werden." ")Aber wofür sollten dann die Messen gelesen werden, und werwürde Stipendien zahlen? Wahrscheinlich die Engel und Seligen.
4) Was nun die Application der Messe betrifft, so theiltEscobar die Früchte derselben in drei Portionen, die eine,nach der Absicht der Kirche, für das ganze christliche Volk, diezweite fällt auf das Stipendium, wofür der Priester liest, diedritte gehört diesem selbst. Diese Theilung ist, wenn auchabsurd an sich, doch sehr schlau und rechtfertigt den ganzenStipendicnunfüg, zumal, da Escobar hinzusetzt, daß die beidenletzten Portionen keinen unendlichen Werth haben; (er gebrauchtden Ausdruck: llnitns) woraus dann folgt, daß sie auch taxirtund für Geld hingcgebcn werden können.
5) Nach der genannten Eintheilung entscheidet nun Esco-bar: „Wenn ein Meßopfer Mehreren applicirt wird, so hatnicht jeder den Nutzen davon, als wenn es einem Einzelenzugewendct wird, weil der Werth der Messe (in den beidenletzten oben genannten Portionen) ein begränzter ist. NachPräpositus und Henriquez. "')
6) Muß der Priester auch den thätigcn Willen haben, den-jenigen Lheil, der auf das Stipendium fällt, dem Geber des-selben zuzuwenden? Basquez fordert ihn zur Zeit der Messe;Lugo aber behauptet: es genüge, wenn er es einmal gewollthabe und es ihm auch bei der Messe selbst nicht cinfällt; nurdarf er den Willen nicht haben, seinen frühcrn Vorsatz zu wider-rufen. Der Geber des Stipendiums risquirt also doch, umden Preis und die Frucht desselben zu kommen.
4Z) Lellot. c!e Hierürclii.i I.. VII. c. 2. par. 1 I. c.
n. 57. p. 180. »7) ». 58. «1 n. 50.
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