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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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deren Grundsätze die Approbation der Ordensoberen hatten, ebenkeine große Achtung und Ehrfurcht gegen die Kirche und denh. Stuhl hatten; noch mehr aber geht dieses hervor aus denthatsächlichen Beweisen, welche in der Geschichte der Jesuitenvorgelegt werden sollen.

tz- 2.

Ueber das erste Kirchengebot.

Du sollst an Sonn« und Festtagen mit Andachteine Messe hören.

Die jesuitische Lehre von der Messe läßt sich unter dreiHauptgesichtspunkte bringen:

I. die casuistischen Ansichten über die Verpflichtung, Messe zuhören;

II. über die Messe lesenden Priester;

III. über die Application des Meßopfers.

Wer strenge an den Grundsätzen der katholischen Kirchehängt und deren Gesetze für heilig hält, namentlich wer in demMeßopfer das hehrste Geheimniß dieser Kirche sieht, der wirdsich mit Schauder und Verachtung von diesen ehrwürdigen Vä-tern wenden, die in ihrem frivolen Uebermuthe ebenso sehr mitden Geboten der Kirche, als mit dem heiligsten Opfer frevelndenSpott treiben.

I. Was nun zuerst die Verpflichtung durch das Kirchengebotbetrifft, jeden Sonn- und Festtag der h. Messe mit An-dacht beizuwohnen, so haben die Jesuiten dieses Gebot aufalle mögliche Weise zu Schanden gemacht und die Kirche selbstauf alle mögliche Weise chicanirt.

1) Das Gebot der Kirche bestehlt, jeden Sonn- und Fest«tag eine Messe zu hören. Die jesuitischen Casuisten Angelusund Rosclla (ein Paar äoetores Zraves et pü, deren Mei-nung also probabel und in praxi tuta ist) meinen aber, cs seiganz verzeihlich, das eine- oder das anderem«! im Jahre dieMesse zu schwänzen (neKliKsre). ")

2) Die Kirche befiehlt, unter einer schweren Sünde, eine

ti) ^n^elus und Noselia bei Nusenb. N. III, ti. 3. cl. Z. p. 20l.