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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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so viel, daß sie drei Tage davon leben können. In Hinsicht derGeschenke, die gegen das Gesetz gegeben sind, stellen wir fest:wenn sie aus Freundschaft, aus Dankbarkeit oder aus Freudeüber den gewonnenen Proceß gegeben sind, so erwirbt der Rich-ter das Dominium über sie, da kein positives Gesetz da ist,welches die Annahme solcher Geschenke verbietet. '") Wenn derRichter für einen gerechten Urtheilsspruch ein Geschenk nimmt,so muß er cs zurückgcben, es sei denn, daß der Geber das Ge-schenk machte, nicht um zu bestechen, sondern aus Liebe, odereiner anderen Tugend." '^)

2) Also für einen gerechten Urtheilsspruch darf sich derNickter nicht bezahlen lassen. Das versteht sich nun auch vonselbst, und diese Seite der Justiz, nämlich die gerechten Urtheile,ist für den Geldbeutel des Richters ein unfruchtbares Feld. Umalso die (versteht sich, schurkischen) Richter zu trösten, habenihnen die frommen Väter erlaubt, sich die ungerechten Urtheilebezahlen zu lassen. Die Sache lautet zwar etwas komisch, abersie ist dennoch sehr fein ausgedacht und wirst ungerechten Rich-tern mehr ab, als alle gerechte Urtheile. Escobar sagt:Was ein Richter für einen ungerechten Urtheilsspruch bekom-men hat, kann er als rechtmäßiges Eigenthum behalten.'")

3) LessiuS, einer der scharfsinnigsten und spürkräfrigstenKasuisten, stellt beide Fälle zusammen, indem er sagt: „Ichläugne, daß ein Richter Geld zu erstatten braucht, was er füreinen ungerechten Spruch angenommen hat; weder das Natur-,noch das positive Recht nöthigt ihn dazu. Hat er aber Geldbekommen, um einen gerechten Spruch zu thun (z. B., wennderjenige, so es gibt, fürchtet, Unrecht zu haben), so muß erdas Geld zurückgeben. Ein Anderes ist cs, wenn er es als einfreiwilliges Geschenk anzusehen hat." '")

4) Dasselbe lehren fast mit denselben Worten Reginald,'")Molina'^) und Filliuccius.'")

I^scol,. it>i3. n. 2t. ji. 334. >8!) I. c. lanner bei!» I^scob. I.

e. I>. 110. 351. r«Z) I. c. n. 23. p. 333. 18») I.ossi„s 6. II. c. ,4.

<>. 8. n. 52. (»isp. I. n. 55. 64.) Lscob. I. c. 112. p. 351. 185)8>n->I.I n. ,78. 184. 185. »80) 51oli„» <Ilss»,t. 94. 99. »87) billiuc.

3','. 31. n. 220. 228-

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