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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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gebrauche; 2) aus unzüchtiger Lust; 3) aus Lust an der Beruh,rung an und für sich genommen, wie sie nämlich ergötzlich istnach den natürlichen Eigenschaften der berührten Sache. Küsse,Umarmungen, Berührungen sind also jedesmal an und für sich,und den Gegenstand allein berücksichtigt, eine gleichgültige Sache.Erlaubt sind sie, wenn sie aus Freundschaft geschehen, und dannist auch die Ergötzung an denselben erlaubt. Geschehen sie aberaus unzüchtiger Lust, so sind sie eine Todsünde zwischen Unver-hcirathcten. Wenn sie aber drittens aus bloß sinnlicher Ergö-tzung (ob solsin lleleotatioiiein sensibilem) geschehen, sind sienicht Todsünden, sondern nur läßliche, wenn nicht uuzüchtigeLust hinzukommt. In der Praxis aber sind sie zu vermeidenunter einer Todsünde, wegen der Gefahr, Lust am Beischlafeoder unzüchtiger Begierde herbeizuführen. Alte Doctoren (dochgewiß keine andere als Jesuiten) nennen Berührungen aus bloßsinnlicher Lust keine wollüstige; denn diese geschehen nur we-gen der Ergötzung an der Todsünde der Wollust; (es wäre dochsonderbar, wenn Jemand seine sinnliche Lust befriedigte, um eineTodsünde zu begehen, und nicht vielmehr, um sich zu amusiren)daher möchte ich solche Berührungen lieber bloß ergötzliche fürden Kefühlssinn, als wollüstige nennen."

3) Was die Berührungen der Geschlechtstheile betrifft, wel-che aus bloßer sinnlicher Lust geschehen, so sind sie praktischTodsünden, in Ansehung der Gefahr (also nicht an und für sich)und daher zu meiden. Denn was Hilst es, daß sie speculativerlaubt sind, wenn sie in der Praxis unerlaubt sind?" ")

Aber unser Escobar sagt, wie wir oben sehen, ganz aus-drücklich, was speculativ erlaubt ist, sei auch in Praxi erlaubt;also sind auch alle Arten von unzüchtigen Berührungen in Praxierlaubt, weil sie speculativ erlaubt sind. Der Unterschied zwi-schen ein und denselben unzüchtigen Berührungen, ob sie nämlichbloß aus unzüchtiger Lust oder aus Vorwitz und sinnlichem Be-hagen geschehen, ist ebenso albern als schändlich. Fürwahr, hät-ten diese Väter Jesu irgend eine Liebe zur Tugend, ihrer selbstwegen, irgend einen Abscheu vor dem Laster, seiner selbst wegen,besäßen sie irgend einen Funken von christlichem Sinne, sie wür-

v) Lscol>. eic, ii. 7. lZ5. 136. 7) iliiil » 8.