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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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ren Lehren eine bloße speculative Geltung andmteten, ihre Sätzedurch die haarfeinsten Distinctionen umdeutetcn, oder, wenn esNoth that, ihre Freunde in Bewegung fetzten.

1) Ehe wir die Lehre vom Duelle näher betrachten, wollenwir einen flüchtigen Blick auf das Kriegsrccht, was die Jesuitenaufstelltcn, werfen und wir werden über die barbarische Naturdieser Menschen staunen. Escobar wirft nämlich die Frage auf:„Ist es erlaubt, in einem gerechten Kriege zur Strafe gebroche-ner Verträge Geißeln zn tödten, wiewohl diese gar keine Schuldtragen? Antwort: wir bejahen cs aus dem Azor und bekräf-tigen diese Meinung noch mehr aus dem Filliuccius, weilGeißeln unter der Bedingung gegeben werden, damit der Feindgezwungen werde, eingegangene Verträge zu erfüllen." "°) Wieschrecklich! nehmen denn die Geißeln Theil an der Verletzungder Verträge, und geschieht sie nicht vielmehr nothwendig gegenihren Willen? Kann die Ermordung derselben den Vertrag Her-stellen, als Strafe des Feindes betrachtet werden und irgend et-was nützen? ist es nicht empörend, wehrlose Menschen zu mor-den, um sie fremde, durchaus nicht eigene Schuld büßen zu las-sen ? Aber ein edles Herz und eine christliche humane Gesin-nung finden wir durchaus nicht bei diesen Vätern Jesu, welchein dieser Beziehung tief unter den Heiden stehen.

2) Daß Escobar nach dem ckoctor xi-svis Beccanuserlaubt, Unterthancn eines katholischen Fürsten, die vom katholi-schen Glauben abgefallcn sind, zu bekriegen und sie zu tödten,nach dem Beispiele Mose's, der 3<MV0 Abgötterer seines Volkeserwürgen ließ, kann nicht auffallcn; sie hatten ja die Hu-genottcnkricge, die Bartholomäusnacht und die spanischen Gräuelin den Niederlanden zu verthcidigcn, und so ging cs.

Gehen wir nun zur Lehre vom Duelle über.

Die Jesuiten haben sich alle mögliche Mühe gegeben, umzu beweisen, daß er erlaubt sei, und sind dadurch die Lieblingeder Edellcute und Ofsicicre geworden, unter denen damals Duellezu den gewöhnlichsten Dingen gehörten. Hören wir, wie sie esansingen, und bewundern wir diesen unverwüstlichen Scharfsinn,der sich mit naiver Albernheit paart.

irci) I^scobsr 1. kx. 7. c. 3, r>. 79- p- 126. ib>3. n. 84.

p. 127.