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sondern was wahr ist; denn deßhalb hält er einen Theil derRede im Geiste zurück, damit mit ihm verbunden das äußereWort den wahren Sinn habe, den er auch beabsichtigt; alsolügt er nicht.
Nach derselben Ansicht, meint Lay mann auch, eine Wahr-heit durch ein zweideutiges Wort oder durch Versinnlichungeiner Thatsache einem Andern verhehlen, sei nicht an sich böse,sondern bisweilen erlaubt, wenn man dazu einen rechten Grundhabe. ").
24) Wir schließen mit einer Stelle aus Palao, die demGanzen die Krone aufsetzt. Sie steht am oben angeführtenPlatze: „So oft sich dir irgend ein anständiger Grund darbietet,die Wahrheit zu verheimlichen, so kannst du ohne Sünde eineszweideutigen Eides dich bedienen. Wenn daher auch, wie San -chez, Bonaccina und Andere bei ihnen sehr richtig bemerken,derjenige, so dich fragt, jede Zweideutigkeit mit ausschließen willund dich eidlich auffordert, ihm die Wahrheit ehrlich und ohnealle Zweideutigkeit zu sagen, so kannst du dennoch amphibologischschwören und einen Vorbehalt machen. Denn du kannst hinzu-verstchen, du wollest ohne ungerechte Zweideutigkeit schwören.Diese Schurken!
25) Wir fügen nun noch einige Beispiele bei von der Weise,wie die Jesuiten dieses System von Meineid und Lüge auch aufden Beichtstuhl anwcnden.
Sanchez lehrt: Wenn der Beichtende probabel glaubt, daßihm der Beichtvater die Absolution nicht geben werde, wenn ereine Gewohnhcitssünde beichtet, so kann er durch Anwendungeiner Zweideutigkeit die Gewohnheit läugncn, so daß der Sinnsich so herausstellt: ich bin von der Gewohnheit zu sündigennicht absolut frei, sondern nur in Betreff der gegenwärtigenBeichte; so auch Navarra und Hurtado. ^)
Wenn der Beichtvater den Beichtenden kennt und weiß,daß derselbe seine Schwester z. B., womit er zu sündigen pflegt,nicht aus dem Hause entfernt hat, weßwegen der Beichtvaterihm nicht glauben wird, wenn er sagt, er sei in keiner Gelegcy-
ikeol. mor. I.. IV. IVacl,. 3. c. 18. n. 5. 4') iNiN
l'racl. 13. c. 14. n. 7. 48) 8clcc1i>c ct. ^Lclicue etc. Oisji. 9. ». 7-,