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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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gewendet und sind denn auch wirklich so glücklich gewesen, beidezu cntsündigen. Jemand begeht einen Rachemord; dann darfer nur seinen Willen von dem Durste nach Rache, welcher frei-lich sündhaft und unerlaubt ist, abwendcn und ihn auf denTrieb, seine Ehre zu vertheidigen, richten und dann sündigt ernicht, weil dieser ganz erlaubt und unschuldig ist. Mehr kannman von den ehrwürdigen Vätern doch gewiß nicht verlangen.Sie stehen da als Vermittler zwischen Gott und den Menschen.Sie erlauben den Menschen ihrem Gelüste, ihren Begierden undLeidenschaften zu fröhnen und geben dem göttlichen Gesetze Sa-üsfaction, indem sie verbieten das Böse zu thun, weil es böseK. So sind durch sie die göttlichen Gebote und Verbote ineine Harmonie gebracht mit der Sinnlichkeit und den Begierdendw Menschen.

Wir wollen nun diese christlich-apostolische Lehre von derLeitung der Absicht durch schlagende Stellen aus den Casuistenerläutern.

1) Der ehrwürdige Vater Bauny sagt von den Bedien-ten: „Diener, welche ihre Herrn bei Tage oder Nacht zur Woh-nung ihrer Buhlerin begleiten, Bottschaften und Liebesbriefe zwi-schen beiden bestellen und von beiden Seiten die Verabredungüber Znt und Ort der sündhaften Zusammenkünfte übcrbringen,oder Wrche halten, während ihr Herr mit seiner Maitresse odermit einer Andern sündigt, können nicht absolvirt werden, wennsie in die Sünde ihrer Herrn cinstimmen; wohl abersind sie absolutionsfähig, wenn sie jene Dienste wegen des ihnendaraus entgehenden zeitlichen Gewinnes verrichten."

Da kommt der Bediente also leichten Kaufes von der Sündelos; denn warum sollte er nun gerade hartnäckig darauf beste-hen, an der Sünde seines Herrn Theil zu nehmen, welches ihmohnehin so se'sr erschwert wird?

2) Zu den Zeiten der Jesuiten war der Kauf oder Verkaufvon Kirchcnpfmnden, welcher Simonie heißt, ganz an der Ta-gesordnung. Weil nun hierdurch viele Sünden begangen wur-den, so hatten die Väter Jesu Mitleid mit ihren geistlichen Brü-dern und den Patronatsherrn, die den Versuchungen der Simonie

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