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davon in Kenntniß gesetzt werden möge, um eS widerrufen zukönnen." Freilich, Salas ist ein üoetor xravis.
25) „Wird eine gewisse Zeit, z. B. zehn Jahre dazu erfor-dert, daß ein Gesetz durch die Nichtbeobachtung abgeschafft werde?Antwort: Ich halte mit Suarez dafür, daß sie nicht erfordertwerde, sondern daß allein die Widersetzlichkeit des Volkes durchHandlungen gegen das Gesetz hinrciche. Ja, Azor behauptet,daß mit dem Wissen und ohne Einschreiten des Fürsten undseiner Beamten und der Bischöfe zwei oder drei Handlungengegen das Gesetz hinreichcn, es zu annulliren." ^') Das wäreja allerliebst; man könnte cs den Franzosen und Spaniern em-pfehlen.
Diese Beispiele mögen vorläufig genügen, den Geist, undzwar den gefährlichen und verderblichen Geist des Probabilismusdarzustellen, dem nichts Göttliches und Menschliches heilig undunverletzlich war. Mögen namentlich die Pfarrer, denen daswichtige Geschäft der Seelsorge im Beichtstühle obliegt, erwä-gen, wie schrecklich die Pest war, womit die Easuisten das Ge-wissen von Tausenden vergifteten und so recht geflissentlich vonwahrer Bekehrung und Sinnesänderung abhielten.
Aber noch mehr wird dieß erhellen aus der jesuitischen Lehreüber die Methode, die Absicht zu lenken.
Die Lehre über die mvtliollus lliri'Aeiiilao iiiteiitioiiis isteine der sonderbarsten und bewunderungswürdigsten Ausgeburtengrübelnden Scharfsinnes und distinguirendcr Spitzfindigkeit; abersie zeigt auch ebenso sehr auf die schlechtesten Grundsätze hin-Sie weiset nach und lehret, wie durch einen ganz einfachen Ge-dankcnmechanismus die größten Verbrechen und Schandthatenin ganz unschuldige, reine und unsündliche Werke verwandeltwerden können. So etwas konnten aber auch nur die Jesuitenergrübeln, erfinden und thätlich in Gang bringen.
Wir wollen über diese berühmte Lehre einige Worte zurErläuterung hcrsetzen.
Auf der einen Seite treibt den Menschen seine Sinnlichkeit,sein Haß, kurz, jede böse Begierde und Leidenschaft zum Uner-
SZ) LsLoI>!N' I. I. c. 10. n. öl.
v. 109. 57.