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Die sich mit Verbrechen gegen die christliche Kirche und Sitten-lehre und gegen den Staat belasteten? Kann man denn dieseVerbrechen dem ganzen Orden zur Last legen? Wenn in einerStadt von 2V,WO Einwohnern einige Hundert schlechte Menschensich befinden, kann man deßhalb die ganze Bevölkerung ver-dammen und der Verbrechen der Wenigen zeihen?"
So die Gegenrede, die so oft gehört worden ist. Aber sieselbst ist jesuitische Trugredc, die es nur auf Täuschung abge-sehen hat. Ich erwiedere auf dieselbe: Allerdings können dieSunden, die jene Hunderte von jesuitischen Moraltheologen inihren Werken gegen das Christenthum, gegen Kirche und Staatbegangen haben, aus die Rechnung des ganzen Ordens gesetztwerden. Wenn in einer Stadt von 20,000 Einwohnern einigeHundert von schlechten Menschen mit Erlaub» iß der Ob-rigkeit leben, wenn diese die schlechten Thaten und Ver-brechen jener Hunderte nicht nur nicht hindert, wo sie eskann und muß, sondern sie sogar gut heißt, billigt, amt-lich approbirt und in Schutz nimmt: dann kann manmit Recht sagen: die ganze Stadt ist entartet, verderbt undthcilt die Verbrechen der Einzelnen. Und so ist es gerademit dem Orden der Jesuiten. Alles, was die Moraltheo,logen und Politiker des Ordens Schlechtes undGräuelhaftes geschrieben und haben drucken lassen,ist mit der förmlichen Approbation des Ordens er-schienen; ja, in der Constitution des Ordens existirte ein Ge-setz, nach welchem kein Jesuit ein Buch drucken lassen dürfte,welches nicht die Approbation der Ordcnsbchörden an der Stirntrug.') Namentlich mußten alle theologische Schriften, ehe sie
') Institut. 8oc. äesu. Vol. II. p. 63. Näher inst. II. 6t. I. p. 682.(-leeret, l 5. Longrex. XVI. p. 372., wo namentlich das Amt der Revisor-??beschrieben wird. Die Ilevisures generales sollen den General in der Prü-fung und Censur der für den Druck bestimmten Werke des Ordens odereinzelner Glieder desselben unterstützen. Sie werden deshalb aus denverschiedenen Nationen gewählt und sollen von vorzüglicher Berstandcskrast