XIII
des Ordens altes Sündenregister vorzulcgcn, ich würde mich viel-mehr darauf beschränkt haben, zu zeigen, daß die Schuld derjesuitischen Moraltheolvgen Schuld des ganzen Ordens sei, daßdiese Schuld durch den Geist des Ordens und seine ganzen Be-strebungen bedingt worden. So aber mußte ich auch die Schuldselbst wieder aufdccken, und nachdem dicß geschehen, kann ich erstdarthun, daß die Entschuldigungen der neuen Jesuiten, das insie gesetzte Zutrauen, eine Thorheit sind.
Was die alten Jesuiten geworden sind, mit all ihren Ver-brechen gegen Kirche und Staat, das sind sie durch dieVerfassung geworden, wie sie sich seit Laincz gebildethat. Die Basis dieser Verfassung war der in ein System ge-brachte Egoismus, der wirkte unter der Leitung der intelligen-testen und rasfmirtcsten Menschen. Diese Verfassung hat dieJesuiten schlecht gemacht. Und diese Verfassung hat Pius VII.wieder hergestellt; er hat sie nicht revidirt, nicht zeitgemäß undnach dem Geiste Christi abgcandcrt, ja, er hat das ganze Meervon Privilegien und Exemtionen bestätigt, wodurch der Ordenauf Kosten der Päpste, der Bischöfe, der Pfarrgeistlichen unddes Staates seine Macht auf eine so unnatürliche Höhe geschraubthatte, daß sic Allen ein Acrgerniß wurde. So ist der Ordenwieder erweckt. Lasset ihn; er wird im Verlaufe der Zeitenwieder ganz derselbe werden, der er gewesen ist, denn cs ist Na-turgesetz, daß gleiche Ursachen gleiche Wirkungen Hervorbringen.Und das ist noch nicht Alles. Die Sünden der alten Jesuiten,die tiefen Wunden, die sie durch ihre schändliche Sittenlehre derReligion, der Kirche und dem Staate geschlagen, haben zumHimmel geschrieen. Aber haben die neuen Jesuiten die Sündenihrer Väter je verdammt und gegen sie protestirt? Habensie je auch nur einen Schein von Garantie gegeben, daß sieselbst nicht in die Fußtapsen ihrer Altvordern treten wollen?Gewiß nicht. Nirgends existirt eine Bulle, ein Breve, ein De-cket der neuen Ordensgewalt und ihrer Generalversammlungen,wodurch die Schandwcrkc eines Escobar, Busenbaum, Mariana