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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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Clemens XIV. und des ganzen 18. Jahrhunderts Hohn gespro-chen habe; oder ich mußte gar schließen, daß Pius und seineCardinäle die Jesuiten nicht zum Heile der christlichen Kirche,nicht zum Wohle der Menschheit hcrgestcllt haben, sondern umdurch jene Väter gewisse hierarchische Zwecke zu erreichen, dieman schon lange nur aus dem Egoismus der Curie hergeleitethatte.

Im Jahre 1835 bot sich mir in Münster die Gelegenheitdar, über alle diese Fragen in's Reine zu kommen. Außer denBibliotheken Wiens und Münchens mag wohl keine andere inDeutschland gegenwärtig eine so reiche Sammlung jesuitischerMoralthcologen besitzen, als die dortige. Meine Arbeit war leicht;zuvörderst brauchte ich nur die Citate, die Pascal in seinenBriefen aus Sanchez, Suarez, Valencia, Escobar,Bauny u. s. w. gezogen hatte, genau mit dem Originaltextezu vergleichen, um zu ersehen, ob Pascal ganz richtig citirthabe. Und er hatte richtig citirt. Davon überzeugt,forschte ich selbst weiter, las und cxcerpirte besonders den Esco-bar, Busenbaum, Lessius und war so glücklich, in Betreffdes Bcichtsacramentcs, das Buch Tambun'ni's: Aletlioäusexpe«lit86 vonke^ioius in die Hände zu bekommen, ein Buch,welches an Frevel gegen die katholische Religion und Kirche,wie wir unten sehen werden, seines Gleichen nicht hat. Unddock war das Buch von der obersten Censurbehörde der Jesuitenzu Rom approbirt, war in Italien gedruckt und hatte vieleAuflagen erlebt. Ich gestehe cs offen, daß die römische Kirchediesen und Hunderte anderer Unfuge jesuitischer Schriften unterihren Augen duldete, daß sie die Pest derselben litt, daß sie dieReligion und Sittenlehre einer so furchtbaren Zerstörung wissent-lich preisgab, daß sie der Hydra den Kopf nicht zertrat, als siees konnte und mußte; ja, die todte wieder auferweckte, das hatmir alle Achtung und Ehrfurcht vor der römischen Kirche ausder Seele getilgt-, gegen die ich nur noch zwei Gefühle habenkonnte, das der Verachtung, wenn sie freiwillig und mit Ab-