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sicht die Jesuiten duldete, aufrecht hielt und wieder erweckte,oder das des Mitleides, wenn sie so sehr in der Gewalt undden Fesseln des Ordens lag, daß sie ohnmächtig jene Gräuel dul>den mußte und nicht thun durste, was ihre Würde und ihrePflicht forderte.
Dieß ist der Ursprung der hier vorliegenden Schrift, dieich im Dccember des Jahres 1836 zu Ende brachte. Nur fürmich hatte ich sie geschrieben; ich selbst wollte ein eigenes, wohl-begründetes Urtheil über den berühmtesten Orden der katholischenKirche haben; selbstständig wollte ich eine der bedeutendsten Fra-gen der Kirchengcschichte, namentlich der römischen, die mit demOrden so eng verknüpft war, mir befriedigend lösen. MeineSchrift war nicht für Andere berechnet. Daher widerstand ichmehrseitiger Anforderung, sie dem Drucke zu übergeben, underst im vorigen Jahre habe ich mich dazu entschlossen. DieGründe dieses Entschlusses will ich hier anführen und sie sollendie That hinreichend rechtfertigen.
Es ist Thatsache, für die ich hier keine Belege anzuführenbrauche, däß die ultramontane Partei in Deutschland es sich seitDecennien zur Aufgabe gemacht hat, unserem Volke die Jesui-ten anzupreisen, Sehnsucht nach ihnen zu erwecken und ihnenden Weg in unser Vaterland zu bereiten. Seit H. v. KcrzDeutschland mit einer Uebcrsetzung von Dallas Schrift und sei-nen Noten dazu beschenkt hat, haben die meisten katholischenZeitschriften, sogar Zeitungen, der Katholik, die Mastiaur-Felder-sche Zeitschrift, der Neligions- und Kirchenfreund, die Sion undwie sie alle heißen mögen, die Rolle, uns Deutschen, namentlichuns Katholiken, die Jesuiten anzuprcisen, übernommen und ohneUnterbrechung durchgcführt. Den Königen und Fürsten preisensie die Väter Jesu als die sicherste Schutzmauer gegen alle de-magogische Umtriebe und das Umsichgreifen revolutionärerGrundsätze und Bestrebungen; den Jesuiten sollte man die Er-ziehung der Jugend, die geistliche Führung des Volkes anver-