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2 (1837)
Entstehung
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ursprünglich schon der Ncgel der Karthäuser folgten oder eine eigeneRegel hatten. Manche Erscheinungen in der Geschichte der Kar-thäuser deuten darauf hin, daß bei der Entstehung der Karthäusc-rinncn, deren Kloster neben den Klöstern der Mönche, wenigstens inderen Nähe gestanden, aber bald davon entfernt worden sind.

Das erste eigene Kloster für Karlhäuserinnen, wovon historischsichre Kunde uns zugekommen, ist jenes zu Premol bei Grenoble,welches von Beatrix von Montferrat im Jahr 1234 gestiftetwurde und also für des Ordens Quelle gelten mag. Diese Kloster-frauen waren, mit einiger Milderung in Betreff der Klausur unddes strengen Schweigens, den Gesetzen der Karthäuser unterworfen,hatten stets einen Priester dieses Ordens zum geistlichen Obern undFührer und erkannten also auch die Generalkapitel der Karthäuserfür ihre höchste Obrigkeit. Jedes ihrer Klöster hatte seine Priorin,seine Profcssen und Laicnschwcstern, Kloster- und Klosterfrauen-schranken. Unter 16 Jahren wurde keine Novizin angenommen undüber die bestimmte Anzahl von Schwestern sollten in keinem Klosterleben. Mit Mönchen oder Weltlichen durfte keine Karthäuserin je-mals sprechen und nur mit ihren Eltern und nächsten Blutsver-wandten an der Pforte, mit herabgelassenem Schleier und in Ge-genwart einer Klosterfrau sich unterhalten. Armuth war ihnen strengeingeschärft und Demuth. Mutter, Domina, Frau, Dame ?c.durste nur die Priorin genannt werden, Schwestern hießen alleUebrigcn, sonst war die Privrin in Allem ihnen gleichgestellt.

Bei diesen Klosterfrauen galt noch die alte Sitte der feierli-chen Nonnenweihc oder Einsegnung der Jungfrauen, wie solche inder frühesten Christcnkirche üblich gewesen. Hiernach gibt ihnen einBischof das Älanipulum, die 8tola und den schwarzen Wei-het mit dem Formular der Einweihung, wie solches bei der Weiheeines Diakons gebräuchlich war. Diesen schwarzen Schleier unddiese förmliche Weihe konnten jedoch die Klosterfrauen erst in ihrem26. Jahr empfangen und bis zu dieser Zeit trugen sie nur einenweißen Weihel.

Die Brautkleidung war sehr geschmückt, eine Krone zierte dasHaupt. Darein wurde jede Schwester wieder gekleidet, wenn sieihr fünfzigjähriges Jubiläum im Kloster feierte oder — wenn mansie in den Sarg legte. Die gewöhnliche Trachl bestand aus einemweißen Rock mit weißem Scapulier, woran in der Gegend desKniees jene breiten Lcrbindungsstreifcn wie bei den Mannern sichbefanden, einem weißen Wimpcl, anfänglich weißen und wie obenerwähnt, später schwarzen Weihel und im Chor trugen sie dazu ei-nen am Hals geschlossenen, einfach und faltcnlos bis auf den Fußherabhängenden Mantel von weißem Tuch.

Dieser Orden überschritt niemals die Gränzen der französischenZunge und blieb stctS auf wenige Klöster beschränkt. Diese waren: