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bius und anderer Kirchenvater übertragen wurde und die Hoffnunglächelte, der erste Almosenier des Herzogs von Orleans zu werde».Er spielte am Hof eine wichtige Rolle und stand dem mächtigenMa zarin gegenüber an der Seite des Kardinals Rez. DerSturz dieses Gönners zeigte ihm Plötzlich die Nichtigkeit aller seinerHoheitsträume und die Gefahr, selbst das was er bereits errungenhatte, durch die Ungnade des Hofs schnell zu verlieren. Sein klarerKlick in die Welt und sein Stolz geboten ihm ein rasches undwirksames Mittel gegen alle solche Unfälle und sein poetischer Geistwußte Visses Mittel zu einem Denkmal neuen und glänzenderen,ewigen Ruhms zu stempeln. Aber eine schauerliche Mahnung andie bisherige Verletzung mancher Pflichten seines Standes war ihmnoch vorbehalten. Die schöne Herzogin von Montbazon, mitwelcher unser junger lebensfroher und vergnügenslustigcr Abt imallcrvcrtrautestcn Verhältniß gelebt hatte, wurde während ihres Auf-enthaltes auf dem Land von den Pocken überfallen. Bei der erstenKunde von ihrem bedenklichen Zustand flog er nach ihrem Wohnsitz.Niemand war da um ihn anzumelden. Ohne sich lange zu beden-ken, eilte er über die wohlbekannte Hintertreppe in ihr Boudoirhinauf, öffnete leise die Thüre, als gelte es eine Schäfcrstundc zuerschleichen und sah, — o namenloser Schrecken! — das abgeschnit-tene Haupt der geliebten Frau von allen Greueln der Krankheitentstellt auf einem Gueridon ihn anstarren. Der bleierne Sarg warzu kurz gemacht worden, ihr Haupt hatte fallen müssen, damit dieLeiche Raum gewänne.
Wir finden den armen Nancv erst wieder, wie er alle seineAbteien hingegeben, sein Vermögen zu Geld gemacht, damit alleSchulden seines Vaters bezahlt, den Rest an die Armen geschenkthat. Nichts war mehr sein, als die alte halbverfallene und ganz ver-derbte Abtei La Trappe. Dahin zog er sich zurück, besserte die Ge-bäude aus und beschloß, auch die Religiösen zu reformiren. Alleindie säubern Mönche widersetzten sich seinem löblichen Eifer, empörtensich, bedrohten sogar sein Leben. Unerschütterlich bei seinem Vorsatzbeharrend, ließ er einige Cisterzienser der strengen Observanz aus demKloster Perseigne kommen und zwang die sieben alten Aufrührer,seine Abtei zu verlassen. Um selbst ein Beispiel der Besserung zugeben, ging er nach Perseigne, nahm dort nach überstandenem Probe-jahr das Kleid der Cisterzienser an, kehrte 1654 als regulirter Abtnach La Trappe zurück und trieb noch ernster zu gänzlicher Reform.Die strenge Observanz galt ihm noch lange nicht für den uran-fänglichen Ernst von Cisteaux und Clairvaux. Diesen zu erreichenstrebte er durch Satzungen, Lehre, Befehl und eigenes Beispiel.Seine Reisen im Dienst der Klöster strenger Observanz nach Parisund Rom wurden ihm ein bedeutendes Hinderniß, weil der allzu-milde Prior und der strenge Subprior die Häupter zweier Parteienbildeten und so lange um den Sieg der Strenge oder der Unord-