St. Pierre le Vif zu Sens, St. Allire zu Clermont, St. Julienzu Tours, Sarlat, Rvmansmünster im Waadland, St. Paolo zuRom, St. Agostino zu Pavia?c. der neuen Reform an. Edelleutemit Hab und Gut und Kind und Kegel gaben sich dem Orden alsOblaten hin, zogen Mönchskleidung an, sendeten ihre Frauen undTöchter in Frauenkloster, wahrend sie selbst die gemeinsten Diensteverrichteten. Auf diese Weise erloschen viele der edelsten Familienfür immer.
Odo's Nachfolger Aymard nahm, seines hohen Alters wegen,948 den h. Majol zum Abtsgchülfcn, welcher das neue KlosterPauerne bei Freiburg in der Schweiz dem Verein zubrachte; in denKlöstern von ClaIe bei Ravcnna, St. Giovanni zu Parma, St.Pietro und St. Salvatvr in Pavia, in 3 Klöstern zu Novara, Sta.Maria zu Pomposa, Lcrins, Arlue, St. Benignus zu Dijon, St.Maur des Fofsez, St. Gcrmain l'Auxcrrois, Savigny, die neueOrdnung einführte und Abt in vielen Klöstern zugleich wurde. Sei-nem Eifer für den Himmel hat man das jährliche Fest zum Gcdächt-niß aller Selig Verstorbenen zu verdanken, welches aus seinen Klö-stern nach und nach in die ganze katholische Kirche überging. Unterseiner Regierung kam 1034 Prinz Cas. v. Polen nach Clugny,wo er die Ordenskleidung nahm, zum Diaconus sich weihen ließund in rühmlichster Ordnung als Mönch lebte, bis 1041 der Pol-nische Reichstag ihn auf den Thron berief und Papst Benedict IX.sein Gelübde löste. Durch die Vorliebe dieses Königs verbreitetesich der Orden auch in Polen. Der h. Odilo hatte die benedic-tinische Reform in St. Denis eingeführt und die Klöster St. Jeand'Angeli, St. Flour und Thiern Talni, St. Victor zu Genf undFarfa seinem Orden gewonnen. Er starb 1049 und erhielt seinenLiebling, den erst 25 Jahre alten Hugo zum Nachfolger, welchersogleich das Kloster Moyras bei Agen dem Orden gewann und 60Lahre mit ungemeinem Erfolg regierte. Er baute die spater so be-rühmt gewordene Priorei la lNmritv sur I-oiro und erhielt dasKloster St. Martin les Champs zu Paris, widmete den Kloster-frauen das neue Marcigni, sammelte die Klöster Figeac, Agere, St.Aegidius, St. Antonin, Fiedoliz, St. Oyen d'Auches, Gordiniac,Lezat, Tarbes und Bigorre, St. Martial zu Limoges, Moissac,Vabres unter seine Fittige und erhielt trotz seines sanften Wesens,die Ordnung überall aufrecht. Er starb 1109. Pontius sein Nach-folger regierte nach einigen Jahren der Massigung so launenhaft undanstössig, daß er dem allgemeinen Murren nachgeben und sein Amtniederlegen mußte. Zum Glück starb der statt seiner erwählte Hugoschon wieder nach einigen Monaten und machte Peter von Mont-boissier, dem Ehrwürdigen, Platz. Pontius bereute seine Nachgie-bigkeit, sammelte einen Haufen Banditen, übersiel Elugny, vertriebdie Mönche, welche ihm nicht huldigen wollten, betrachtete Alles alssein Eigenthum, starb aber zum Glück sehr bald mit dem Bann
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