( 447 )zu finde», so suchten die Astronomen bey aller GelegenheitMittel hervor, um zu der in der ganzen Astronomie höchstwichtigen Kenntniß einer genauen Sonnenparallaxe zu ge-langen. Sie fanden bald, daß diese immer geringer aus-fiel, je richtiger das Verfahren bey der Untersuchung dersel-ben war, daß ihre Granzen innerhalb einigen Sekun-den fallen müssen, und folglich sehr genaue und mit denbesten Instrumenten angestellte Beobachtungen voraussetze»Unterdessen verlohnte es sich sehr der Mühe, hierauf allenFleiß zu verwenden; denn wenn man die Entfernungder Erde von der Sonne aus einer richtigen Paral-laxe der leytern bey uns kennt, so laßt sich blos hier-nach die Entfernung aller übrigen Planeten von derSonne und damit die Große unsers Sonnensystems,so weit wir solches kennen, finden. Der Grund hie-ven ist ein Verhaltniß, welches sich zwischen den periodi-schen Umlaufszeiten der Planeten um dieSonne undihren Abstanden von derselben findet und von Replcrzuerst entdeckt worden ist, wovon im folgenden Abschnittgeredet wird. Da wir nun längstens die Umlaufszeiten al-ler Planeten kennen, so darf nur die Entfernung eines ein-zigen von der Sonne, (als z. V. der Erde) genau bekanntseyn, um die Entfernung aller übrigen aus diesem Verhält-nisse berechnen zu können.
§. 5Z5. Die Sonnenvarallaxe unmittelbar aus gleich-zeitigen Beobachtungen des scheinbaren Abstandcö der Sonnevom Zenith an zwey unter einein Meridian weit von einan-der liegenden Oettern zu suchen, wie im §. 529 und 53« für